Wir sind für Sie da.
Preis-Leistung stimmt im Groben. Allerdings kommt die Trinkgeld-Gewohnheit der Nassauer beim europäischen Publikum schlecht an. Da auch über TV-Kanäle vertrieben wird, verstehen unerfahrene Gäste diese Bräuche nicht und fühlen sich betrogen. Das trübt die Urlaubslaune. Ständig wird betont, wie hart die Crew am Urlaubsglück der Gäste arbeitet. Wer kein Dienstleister sein will, soll Buchhalter werden, kommt mir da in den Sinn. Natürlich soll damit die Trinkgeldfreude angeregt werden. Schöner für alle wäre, die Leute anständig zu bezahlen und die Passagen teurer zu verkaufen. Ansonsten wirklich empfehenswert. Beratung tut not! Publikum gemischt, schon mal verschwitzte T-Shirts beim Abendessen. Rentner aus aller Welt als größte Gruppe, aber auch Eltern mit Kindern und Paare. Man bemüht sich auch um Alleinreisende (allabendliches Treffen, Clubecke etc.).
von Istanbul nach Haifa (Ashdot musste aus Sicherheitsgründen entfallen) weiter über Athen nach Kusadasi und zurück nach Istanbul.
Mit den üblichen Pressefotos im Kopf schien schon eine geführte Tour in Israel ein Abenteuer zu sein. Welche Überraschung! Friedlich, freundlich und weltoffen präsentierte sich der "nahe Osten". Der erste Ausflug auf den Spuren der biblischen Geschichte blieb zum Teil im Stau stecken. Trotzdem: der Eindruck der Akustik am See Genezareth am Ort der Bergpredigt; Nazareth, Kanaan, der Jordan - es gibt sie wirklich, diese Schauplätze der Bibel. Am nächsten Tag Jerusalem, die Klagemauer, Betlehem (in der Westbank!) Mittagessen im Kibbuz. Spätestens dann hatten wir uns rettungslos in das Land verliebt. Da wir Ashdot am Gazastreifen nicht anlaufen konnten, blieben wir glücklicherweise noch einen Tag in Haifa und erkundeten die Umgebung auf eigene Faust. Mit der U-Bahn auf den Carmel, zu Fuß durch die Gärten der Baha´i und kreuz und quer durch arabische und jüdische Viertel, wurden mehrmals als Einheimische angesehen und z.B. nach dem Weg gefragt. Ja, wir fühlen uns fast schon zu Hause. Das Abschied fällt schwer. Aber der nächste Hafen Piräus verspricht ein Wiedersehen mit alten Freunden. Da wir die Landessprache sprechen und die Gegend kennen, fahren wir gleich in die Innenstadt, vergewissern uns von den Fortschritten an der Akropolis, schlendern durch die Plaka, genießen erst Kaffee, dann Meze mit Ouzo in der Sonne. Danach schauen wir noch bei der Wachablösung am Sintagma vorbei. Zwischendurch treffen wir die Gruppe, die organisiert in Athen unterwegs ist. Auch sie ist guter Laune. Da wir noch Zeit haben, gehen wir ein bisschen shoppen, fahren dann mit der Metro zum Fährhafen und nähern uns zu Fuß den stolzen Schiffen im Passagierhafen. Höchste Zeit, die müden Füße am Pool zu entspannen, denn nach dem Tag auf See steht Ephesus auf dem Plan. Auch hier haben wir wieder eine hervorragende Führerin. Diesmal auf Englisch, was dem Genuss keinen Abbruch tut. Selbst der obligatorische Besuch im Teppichladen (diesmal als Lehrstunde in Sachen Seide, Seidenknüpfen und traditionellen Mustern getarnt) ist angenehm. Danach Spießrutenlauf durch die Straßenhändler von Kusadasi. Es ist der letzte Saisontag. Morgen werden sie alle nach Hause fahren, um gemeinsam das Opferfest zu feiern. Natürlich erliegen wir der Versuchung! Wir feilschen und lachen und zahlen wahrscheinlich trotzdem zu viel. Aber es hat Spaß gemacht. Am letzten Tag steht eine Stadtrundfahrt in Istanbul auf dem Programm. Istanbul ist heute nicht wieder zu erkennen. Feiertägliche Ruhe - ach ja, das Opferfest! Wenn wir bei Moses anfangen (dessen Wanderstab wir im Top Kapi Museum besichtigen konnten), haben wir gut 5000 Jahre Geschichte erfahren. Auch die neuesten Ereignisse haben uns begleitet. Ist auch das ein Übergang? Auf dieser Reise haben wir so viele Kulturen aufsteigen und verschwinden sehen...
Man merkt der Vision ihr Alter an. Aber das macht nichts. Mir reicht der Komfort. Ich brauche keinen Palmengarten an Deck und keinen schwimmenden Robinsonclub. Die Kabinen, der Speisesaal, Treppenhäuser und Pool. Alles wird beinah "rund um die Uhr" von fleißigen Händen in Schuss gehalten. Während einer Liegezeit wurde sogar der Teppischboden auf einer Treppe erneuert. Alles ist pieksauber. Das Essen wird sorgfältig begleitet, die Ober legen auf Wunsch Fisch und Krustentiere vor. Die Runner kümmern sich sorgfältig um die Buffets. Ständig wird Eiswasser nachgegossen. Limonaden, Eistees und Kaffee (amerikanische Dünnversion) sind inklusive. Das Internet ist zu langsam (und damit unverhältnismäßig teuer), die Klimaanlage und das Bier amerikanisch unterkühlt, die Preise sportlich (vor allem für Fotos, Spa und Waren in den Shops), aber diese - europäischen - Meckerecken sind unbedeutend. Man kann ihnen aus dem Weg gehen (rechtzeitig Bier nachordern und Pulli überziehen). Und wer will an Bord zu Festpreisen einkaufen, wenn er in 1001er Nacht unterwegs ist?
Hörbare Klimaanlage, gut und schnell zu regulieren. Größe ausreichend. Möbel sauber, funktionell und ein bisschen auf mondän getrimmt, gerade so, wie es ein Kreuzfahrtschiff sein muss. Die Außenkabine auf dem untersten Deck hatte ein großes Fenster und einen wandgroßen Spiegel. Safe funktioniert, alter, dicker Fernseher, den wir täglich für die Nachrichten nutzten. Das Fernsehprogramm ist mäßig, sehr amerikanisch halt. Das Bad groß genug. Ich hätte lieber eine Kabine statt Vorhang vor der Dusche.
Alles, wie man sich das vorstellt: Bars mit "Windjammercharme", eine Disco mit bunten Lichtlein und einer gigantischen Beschallung, eine ruhige Bar (leider nur bis 22 Uhr, dann gab es Action) in der "Crown", ständig Rambazamba in der zentralen Bar, die über 6 Stockwerke geht, ein Theater mit täglicher Show (mit wechselnder Qualität), Klavierspieler oder alter Jazz in der Shoonerbar, egal wo: alle Servicekräfte behandeln jeden wie einen persönlichen Lieblingsgast. Ich (und andere Gäste) hätte gern eine ruhige Bar (immer), einen Platz, wo man in Ruhe auf das Meer schauen kann, auch wenn es draußen zu kalt ist. Die Bar im 11. Stock wäre ideal. Qualität der Speisen ist durchweg gut. Fleisch ist leider nie gegrillt, wenn das auf der Karte steht, sondern gebraten. Ein bisschen übertrieben scheint dem Afrika erfahrenen Europäer die ständige Hände-wasch-Aufforderung. Aber scheinbar gibt es Leute, die das nicht freiwillig tun.
Wenig von mir genutzt. Ist mir zu laut und zu schrill. Den Kindern muss das Programm gefallen haben, denn sie sind mir erst am letzten Tag (als der Club schloss) aufgefallen. Es waren eine ganze Menge Kinder jeden Alters. Die Shows waren passabel, manchmal machte die Choreographie den Eindruck, noch im Probenstadium zu sein. Das Casino ist sehr sichtbar ein Geldbeschaffungsinstrument für die Gesellschaft. Wenn das die Preise stabil hält; mir solls recht sein und eine Menge Leute hatten dort viel Spaß beim Zocken und Rauchen...
Es gab Spielclubs, Animateure speziell für Kinder und Heranwachsende und Ermäßigungen.
Großer Fitnessraum, ausreichend Geräte. Kletterwand wurde von Familien und anderen Helden genutzt. Großer Spaßeffekt. Die Joggingstrecke war ein bisschen eng und kurz. Wurde trotzdem viel genutzt. Der Indoorpool war in fester Hand einer Gruppe, die sich gegenseitig die Handtücher auf die Liegen verteilten. Bei windigem Wetter war das ärgerlich. Aber auch das Personal war da hilflos. Idee für die Abhilfe: "Eieruhr" an jedem Liegestuhl. Liegt einer drauf, gut. Liegt keiner drauf und die Uhr ist abgelaufen - freie Liege. Wer andere Uhren in Betrieb nimmt, wird geächtet oder so...
Toll organisiert, sehr effektiv und schnell beim Check in und out. Ich habe die Beschwerde einer Dame an der Rezeption beobachtet, deren Koffer nicht im Flieger angekommen war. Der Rezeptionist bemühte sich ca. 1/2 Stunde, telefonierte, tröstete, blieb erfolglos. Selbst als die Dame ihren Frust an ihm abließ, blieb er gelassen. Sehr professionell. Allein Anna, die internationale Botschafterin, spricht kaum Deutsch. Die Ansagen sind eine Qual. Wenn man die Druckstücke verstehen will, muss man die englischen Texte lesen. Schade, wenn man Deutsch spricht, dann identifizierbar, bitte.
60
Leger
Locker & leger
ok
Für die Ausflüge und allgemein die Ziele ist eine Nebensaisonzeit zu empfehlen. In Israel ist der Winter - vor allem die Weihnachtszeit - touristisch Hochsaison. Der Oktober und November ist günstiger. Sonst kann es in den heiligen Stätten eng werden. Leider habe ich Frau Prüsener nicht kennen gelernt (oder doch?) oder war sie doch nicht auf dem Schiff?