Wir sind für Sie da.
Am liebsten würden wir mit der QV nach New York fahren - 6 Tage auf See, das wäre herrlich!
Die Seereise begann in Civitavecchia/Rom, führte über Neapel, wo wir wegen zu hohen Seegangs leider nicht anlegen konnten, weiter nach Messina, Katákolon/Olympia, Dubrovnik, Valletta/Malta, La Goulette/Tunis und Málaga nach Southampton.
Wir haben die meisten Länder bereits früher kennengelernt und uns deshalb an den Ausflügen nicht beteiligt. Neapel und das dortige Archäologische Museum hätten uns allerdings interessiert, aber hier konnte die Victoria leider nicht anlegen.
Die Queen Victoria ist das schönste Schiff, das wir uns vorstellen können. Sie wurde vor einem Jahr in Dienst gestellt, ist ca. 300 m lang, hat 12 Decks und 3x4 Lifte. Unsere Kabine auf dem ersten Deck war geräumig, hatte genug Stauraum und - was das Tollste war - sogar ein normal großes Fenster. Der Kabinen- und Restaurant-Service war erstklassig und die allgemeine Organisation auf dem Schiff hervorragend. Wir glauben, dass die Victoria die Quintessenz aller Cunard-Schiffe ist - in Technik, Ausstattung, Service und Organisation. Einen besonders guten Eindruck hatten wir von Kapitän Christopher Rynd, obwohl wir ihn nicht näher kennen gelernt haben. Sein englisches Understatement einerseits und die Fürsorge gegenüber seinen Passagieren während des heftigen Seegangs und des Stromausfalls andererseits haben uns beeindruckt.
Wir hatten eine Aussenkabine auf dem ersten Deck. Größe, Möblierung und Ausstattung ließen keinen Wunsch offen. Das große Fenster haben wir als besonders angenehm empfunden. Die Klimaanlage funktionierte gut, das Safe ließ sich leicht bedienen. Es gab keinen Lärm und keine Gerüche. Von den Nebenkabinen war nichts zu hören, ab und zu Stimmen vom Gang her. Die Sauberkeit war erstklassig, die Handtücher wurden zweimal am Tag gewechselt. Die Badekabine war sehr klein, aber durch die genau dosierte mögliche Wassermenge der Dusche und das tiefe Waschbecken gab es keine Nässe auf dem Fussboden. Die Lautstärke der TV-Kanäle hätten wir gerne selbst eingestellt, was leider nicht möglich war. So konnten wir die englischen und manchmal auch die deutschen Durchsagen kaum verstehen.
Es gab für die Allgemeinheit zwei große Britannia-Restaurants auf dem 2. und 3. Deck, in denen in zwei Sitzungen gegessen wurde, sowie zwei Selbstbedienungs-Restaurants (Lido, 9. Deck). Ausserdem war es möglich, gegen Aufpreis in einem Sterne-Restaurant zu speisen. Die Speisenauswahl und -zubereitung besonders in den Britannia-Restaurants war erstklassig. Durch dezente Lifemusik und die elegante Garderobe der Gäste war hier die Atmosphäre sehr stilvoll. Auf Sauberkeit und Hygiene (durch in den Eingangsbereichen angebrachte Desinfektionsmittel-Spender) wurde besonders geachtet.
Wir haben keine der Tanz- und Gesangs-Shows im Theater versäumt. Das Ensemble war hervorragend ausgebildet und erstaunlich vielseitig. Auch der Pianist und die Flötistin haben eine großartige Performance geboten. Sehr gerne waren wir auch im Commodore-Club und hörten dem Piano-Entertainer Barty Brown zu. Nachdem ich meine mitgebrachte Lektüre beendet hatte, konnte ich mir in der sehr gut sortierten deutschen Bibliothek noch weitere drei Bücher ausleihen.
Leider haben wir die Sport- und Wellness-Angebote nicht genutzt. Der Tag hatte nicht genug Stunden!
Der Service am Pursers Desk war sehr freundlich und hilfsbereit und bei schwierigen Fragen auch immer deutsch sprechendes Personal vorhanden. Check-In und Out waren außerordentlich gut organisiert, sowohl der große Check-In in Civitavecchia und der große Check-Out in Southampton als auch das Verlassen und Wiederbetreten des Schiffes in jedem Hafen sowie die wartenden Busse, um die Touristen in die Innenstädte zu bringen. Wir haben oft gestaunt, wie reibungslos die 2000 Gäste bewegt wurden.
60
Formell
Klassisch & elegant
sehr gut
Wir haben die Queen Victoria als das Non-plus-Ultra eines klassischen Kreuzfahrtschiffes empfunden, das kaum einen Wunsch offen lässt.