Wir sind für Sie da.
Ein neues und schönes Schiff garantiert noch lange kein Kreuzfahrtvergnügen. Die Menschen, die das Schiff mit Leben füllen und den Gast betreuen, sind wichtiger. In dieser Hinsicht hat TUI noch keine gästefreundliche Kultur und viel Luft nach oben. Oder anders gesagt: Von Premium bei alles inklusive ist TUI noch weit, weit weg. Wenn Vorbilder gesucht werden, darf auf Oceania Cruises oder Regent Cruises geschaut werden. Da ist der Gast König, das ist Premium! Mein Schiff wird nicht unser Schiff. Wir wünschen dennoch gute Fahrt und dem wunderschönen Schiff allzeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.
Die Mein Schiff 3 ist ein neues Schiff mit modernster Technik und aktuellster Infrastruktur. Weiter haben uns gefallen: - App mit Tagesprogramm und personalisierten Informationen - Speditive Organisation und Abwicklung bei Landausflügen (allerdings nicht beim Tenderbetrieb) - Aufmerksame Kabinenstewards - Nettes Personal bei der Security - Ein ganz grosses Minus ist, dass auf den Balkonen geraucht werden darf. Man sass trotz Fahrtwind ständig im Rauch und war zum Passivrauchen verdammt. Das ist nicht mehr zeitgemäss und vor allem sicherlich nicht gesund! Es gibt auf den öffentlichen Decks genügend Möglichkeiten zum Rauchen, da muss das nicht auch noch auf den Balkonen sein.
- Grosszügiger Platz in der Juniorsuite - Kostenloser Internetzugriff für Gäste in den Juniorsuiten und Suiten - Das Bad in der Juniorsuite ist perfekt ausgestattet: grosszügig, eine grosse Dusche sowie ein grosses Waschbecken mit zwei Hähnen.
Beim Essen hatte man immer das Gefühl, eine wandelnde Kostenstelle zu sein, die Mahlzeiten waren knapp kalkuliert, die Portionen teils einfach mickrig. Auf der Speisekarte hatte man pro Gang nur eine Auswahl aus zwei Gerichten. Wenn etwas nicht passte, musste man den Gang halt ausfallen lassen und da die Portionen eher klein gehalten waren, wurde man u.U. einfach nicht satt. Die Speisen waren in der Regel einfallslos und lieblos angerichtet - "Das Auge isst mit" war hier offenbar kein Thema. Die Desserts in den Restaurants haben den Namen meist nicht verdient (Menge; z.B. Waffel mit Schokofüllung im Atlantik Mediterran vom 8. Oktober 2015). Die Wartezeiten zwischen den Gängen waren extrem lang, manchmal bis zu 20 Minuten. Auch reicht offenbar die Kapazität im Atlantik Mediterran nicht aus, denn die Wartezeiten betrugen bis zu einer Stunde. Die Gläser im Anckelmannsplatz waren manchmal nicht sauber bzw. wiesen Spülmittelrückstände oder Glaskorrosion auf. Die Gäste werden häufig von der falschen Seite bedient (oder es wird über den Gast und über den Tisch serviert). Einige Kellner wirkten verbittert und schauten den Gast kaum an bzw. werfen das Essen dem Gast einfach hin ("Hier, fang!"). Auch brauchte es manchmal Geduld, bis man als Gast vom Personal überhaupt beachtet wurde. In den Bars dauerte es jeweils extrem lange, bis man einen Drink bestellen konnte, und dann meist noch länger, bis der Drink endlich auf dem Tisch stand. Wir hatten das Gefühl, dass zu wenig Personal eingesetzt war und das vorhandene Personal schlicht überfordert und überlastet war. Das Personal hört dem Gast nicht zu, sondern spult das eingeübte Programm ab, Vorgesetzte negieren Kritik oder ignorieren diese mit gespieltem Optimismus. Ein Mitarbeiter (Gastgeber) lästerte bei uns am Tisch über andere Kreuzfahrtgesellschaften. Das wirkt anbiedernd und disqualifiziert TUI Cruises selber. Die Wahl des Gasts wird kritisiert: Als wir im Bezahlrestaurant „Surf & Turf – Steakhouse“ zu unserem Fleischgericht Sauce Béarnaise bestellten, wurden wir vom Kellner belehrt, dass zu so hochwertigem Fleisch eigentlich keine Saucen serviert würden. Warum steht es dann explizit in der Karte und servieren auch Sterneköche Saucen zu hochwertigem Fleisch? Der Kellner machte ausserdem „einen auf Kumpel“ und berührte die Gäste ständig an der Schulter, am Arm usw. Völlig unprofessionell und ein No-Go!
keins
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Die Unterhaltung war im Vergleich zur amerikanischen Konkurrenz schlecht. Die Liveband in der Schaubar spielte jeden Abend dieselben Lieder. Bei den Shows gab es nicht mal Livemusik, sondern nur Musik aus der Konserve, das wirkt billig und wie eine bessere Karaokeshow.
Wir sind als Paar mit einer anderen Familie verreist. Am zweiten Tag hatte diese Familie ein Schreiben des Kids-Clubs in der Kabine, dass es nur ein reduziertes Angebot gebe, weil im Moment in Deutschland keine Schulferien seien. Wir hatten diese Kreuzfahrt aber extra wegen des Kids-Clubs gebucht (Erholung, Möglichkeit für die Kinder, sich zu amüsieren). Wir mussten uns wehren, damit wenigstens eine minimale Betreuung stattfand. Uns sagte die Guest-Service-Managerin, wir müssten halt in den deutschen Schulferien wiederkommen - schlicht eine Frechheit! Sie versprach uns, uns anzugeben, wo diese Minimalbetreuung in den Unterlagen und Bedingungen von TUI Cruises erwähnt sind. Offenbar ist aber das nirgends vermerkt, denn wir haben bis heute diesbezüglich keine Rückmeldung erhalten. Damit entsprechen die Öffnungszeiten und die Betreuung im Kids-Club ausserhalb der Schulferien in Deutschland nicht dem Angebot von TUI. Ein grosses Lob gilt TUI allerdings für die Familienkabine, die wirklich top ausgestattet ist.
Das Check-in hat gut und speditiv geklappt und mit unserem Cabin Steward waren wir absolut zufrieden. Allerdings wurde an der Kabinentür geklopft (nicht von Kabinenpersonal), auch wenn das Schild „Bitte nicht stören“ (bzw. „Ich brauche noch Zeit für mich“) hing. Die Seenotrettungsübung (beim Foto-Shop) war eine Farce (wir konnten den Film nicht sehen und haben kaum etwas gehört). In der zweiten Woche hats dann besser geklappt, weil wir ins Klanghaus geführt wurden. Der Tenderservice war organisatorisch wie operativ mangelhaft und wie von Kreuzfahrtanfängern ausgeführt (Wartezeiten, Tendertickets hätten wir dreimal abgeben sollen, 5 Anläufe zum Festmachen des Tenderboots am Schiff dauerten 20! Minuten, also länger als die Überfahrt - und das bei ruhiger See ...)
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Sportlich elegant
Locker & leger
schlecht
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