Wir sind für Sie da.
Ein neues Schiff macht kein Premium Produkt aus, wenn die organisatorischen Abläufe (noch) nicht stimmen. Da darf Costa zulegen.
Von aussen ein Blickfang, die Decks grosszügig und harmonisch gestaltet, etwas weniger Kitsch als man es sich von Costa gewohnt ist. Leider gibt es immer noch die hässlichen Plastikblumen, die allgemeine Farbgestaltung ist Geschmackssache. Der Wow-Effekt fehlt etwas.
Das Upgrade in eine Premium Balkonkabine hat uns gefreut. Diese unterscheidet sich optisch und von der Grösse her nicht von normalen Balkonkabinen. Klar ist alles neu, doch die Kabinen sind wie auf allen vergleichbaren Schiffen ausgestattet. Es fehlt der erwartete Wow-Effekt. Reinigung und Zimmerservice waren ausgezeichnet. Da gibt es nichts zu bemängeln.
Buffetrestaurant: Besser organisiert, als man es von anderen Costa Schiffen kennt, reichliche Auswahl für eine gesunde Ernährung, viele 2er oder 4er Tische mit Sofa, Besteck steht fix auf den Tischen, Stoffservietten werden verteilt, bei den Trinkstationen sind grosse Glasbecher für Wasser vorhanden. Frühstücksauswahl täglich exakt das gleiche, aber reichlich genug von allem. Eine Riesenauswahl an Süssgebäck, dafür keine warmen Eierspeisen, Bratspeck, etc. Nachmittagstee: Tee/Kaffee kann beim Servicepersonalwagen geholt werden, dies nur zwischen 16.00 und 17.00 Uhr, es wird nicht an den Tischen serviert, es gibt auch keine Automaten dafür. Nach 17.00 Uhr ist nirgends mehr Essen erhältlich und kein Selbstbedienungsrestaurant geöffnet. Gestört hat uns, dass auf dem ganzen Schiff nach 17.00 Uhr kein Gratiswasser (inkl. Tee und Kaffee) zur Verfügung steht. Die Automaten werden pünktlich bis zum nächsten Frühstück abgeschaltet. Wer spät von Landgängen zurück ist, hat das Nachsehen. Wir waren gebucht im Restaurant Corona Blu und hatten die freie Tischzeit, was für Familien mit Kleinkindern zu empfehlen ist. Ist das Schiff auf See, vibrieren die blau beleuchteten Trennwände etwas störend. Der Service war freundlich, zurückhaltend. Butter zum Brot bekamen wir erst nach Aufforderung. Die Essenszeit von 1.75 h ist für Gäste mit Kleinkindern unangepasst, die Wartezeiten zwischen den einzelnen Gängen sind zu lang. Spezialitätenrestaurants sind nur gegen Aufpreis erhältlich. Sogar für Pizzas bezahlt man extra, was unangemessen ist.
Die Abend-Shows und die Livemusik haben unseren Erwartungen entsprochen und das Animationsteam hat sich immer bemüht, die Gäste zu unterhalten. Wirklich ausgelassene Partystimmung ist nie aufgekommen. Mag sein, dass es an der Jahreszeit und den kühlen Temperaturen lag. Kleiderempfehlungen wurden locker genommen. Man sah jederzeit Leute in Jeans oder Flipflops.
Der Kids Club ist ausgestattet mit Videos, TVs, und vielen PC Stationen, was für Kleinkinder unangepasst ist. Abends geht es lärmig zu und her. Von einem Kinderclub erwarte ich eine Umgebung, die in erster Linie soziale Fähigkeiten und Kontakte fördert. Für das Schiff haben wir uns insbesondere wegen der Kinderbetreuung entschieden. Nach mehr als 3 Versuchen gaben wir es auf, mit der Betreuung im Kids Club, was mit einer Enttäuschung endete. Beim ersten Versuch wurden wir abgewiesen wegen einer Kids-Party, beim 2. Mal mussten wir ein Anmeldeformular ausfüllen, warteten anschliessend 30 min für die Anmeldeprozedur. Beim letzten Versuch wurde uns versprochen, das Kind sei willkommen. Beim verabschieden wurde uns mitgeteilt, dass Windelträger nicht erwünscht seien. Nach unserer Beschwerde wurden uns gesagt, das Kind müsse von einem Elternteil begleitet sein, doch dies sei nur in gewissen Zeitfenstern während des Tages möglich (jetzt gerade nicht, kommt morgen wieder). Somit konnten wir dieses Angebot nicht nutzen.
Das Fitnesscenter ist toll ausgestattet, es hat eine Joggingrundbahn auf dem Offendeck.
Ein Einzeleintritt in den Samsara Spa Bereich beträgt 35 Euro. Aufgrund des hohen Preises haben wir verzichtet und auch keine Behandlungen ausprobiert.Das kleine Hallenbadbecken ist jederzeit überfüllt mit Kindern, schwimmen unmöglich. Die schönen Aussenpools aufgrund der Temperaturen nicht nutzbar. Jacuzzi sind klug an herrlicher Seitenlage mit Meerblick positioniert und daher immer überfüllt. Die dort vorgeschriebene Dusche benutzt niemand, da nur eiskaltes Wasser läuft und der Wind bläst.
Costa hat unsere Reisedokumente zu spät versendet, diese haben wir nicht rechtzeitig für die Reise erhalten. Nach mehrmaligen Rückfragen durch unser Reisebüro entschlossen wir uns, ohne Dokumente anzureisen. Wir wurden mit dem Online Check-in Formular sowie den Reisepässen aufs Schiff gelassen. Aufs Zimmer wurde nur ein Koffer geliefert. Zudem erhielten wir fremdes Gepäckstück zugestellt. Nach Telefonaten und Personalkontakten fand sich unser Koffer beim Guest Service Desk. Im Zimmer auf dem Bett waren die Bordkarten, eine fehlte und eine falsche eines fremden Gastes. Nach hin und her mit dem Guest-Service wurde diese ausgetauscht. Die neue Karte funktionierte bei den Landgängen nicht und wir mussten erneut beim Gäste Service aktiv werden. Die Costa Club Mitgliedschaft der letzten Reise wurde nicht übernommen, doch auf dem Schiff konnten wir dies regeln und erhielten umgehend unsere Mitgliederkarten ausgehändigt.
50
Leger
Locker & leger
gut
Bis CHF 125/Tag
Neu bietet Costa auf See wieder Schiffführungen an. Wir wollten unbedingt hinter die Kulissen sehen. So hatten wir einen interessanten Einblick in Wäscherei, Druckerei, hinter die Theaterbühne, das Lebensmittellager, sowie Küche, Bäckerei, Bord-Metzgerei, Reparaturwerkstätte. Es war beeindruckend. Im Travel Office bekamen wir unterschiedliche und inkompetente Antworten, ob ein Kleinkind an der Führung teilnehmen darf. Sowas sollte für alle Gäste gleich geregelt sein. Für den stolzen Preis von 39 Euro darf eine Gruppengrösse von max. 15 Gästen erwartet werden. In unserer Gruppe waren über 40 Personen. Das entsprechende Gedränge herrschte und die Ausführungen waren dadurch nur teilweise verstehbar. Die wichtigsten Angaben, Bilder, Nennwerte und einen Plan dürften auf einem persönlichen Handout erwartet werden, da Fotos streng verboten sind.