Wir sind für Sie da.
Das Schiff wurde teilweise neu gestaltet, was überwiegend gelungen ist in den öffentlichen Bereichen. Auch die neuen Einzelkabinen auf Deck 2 sind sehr zu loben. Unglücklich fanden wir die neuen Kabinen auf Deck 13, weil sie dem Schiff das ursprünglich sehr elegante Design etwas nehmen. Auf der Jungfernfahrt nach dem Remastering des Schiffes bei Blohm & Voss war vieles noch nicht fertig. Besonders das Catering von HH nach Southhampton war dürftig, weil man alles in England zugeladen hat, was in Southhampton zu einer Auslaufverzögerung von 2 Stunden führte. Viele Handwerker an Bord und der dazu gehörende Lärm der Restarbeiten etc. trübten diesen Trip erheblich bis nach NYC. Auch die Malerreste an der jeweiligen Reeling jeder Kabine und die umfangreichen Arbeiten an den Rettungsbooten mit Farbe, lauten Staubsaugern etc. trübten einen "ruhigen" Balkonaufenthalt in den Queens Grill Suiten auf Deck 9. Deshalb bekam das Schiff noch keine Bestnote, wie sonst üblich; denn es gibt noch viel zu tun.
Die Queens Grill Suiten auf Deck 9 sind durch die Rettungsboote teilweise sichtbehindernd. An der guten Absicht zur Neugestaltung der Suiten ist nichts auszusetzen, wenn man den Badbereich ausnimmt, an dem nichts getan wurde. Deshalb bestanden auch die öfter auftretenden Toiletten Störungen nach wie vor und manchmal traten auch Geruchsbelästigungen aus der Toilette auf. Ein Hinweis an den Hoteldirektor HOWE wurde nach unserer Ansicht nicht ernst genommen. Darüber hinaus hat man neu möbliert, allerdings mit einer vollkommen unbequemen Couch und einem noch deutlich unbequemeren Ohrensessel mit Fußteil. Dieser Sessel war mit Plastik bezogen, für ein First Class Schiff nicht angemessen. In den öffentlichen Bereichen konnte man ja auch bequeme Möbel aufstellen. So blieb der Wohlfühlfaktor deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Queens Grill, Princess Grill und Wintergarten sind neu gestaltet. Im teuersten Angebot "Queens Grill" wollte man dem Wunsch nach Zweier Tischen nachkommen, ohne jedoch den Platz dafür zu haben. Deshalb herrschte bei 190 Queens Grill Gästen nicht nur drangvolle Enge und Nähe zu anderen Gästen, sondern auch der Service hatte deutliche Schwierigkeiten - trotz allerbestem Bemühens - die Enge zu Umschiffen. Da ist man im Princess Grill besser aufgehoben. Hier hat man allerdings auf Fröhlichkeit oder Farbtupfer verzichtet, so dass alles etwas trist wirkt. Sehr gut gelungen ist das Replacement des Wintergarten durch die Carinthia Lounge. Die Gäste haben dieses Angebot besonders geschätzt. Auch das Replacement des Todd English Restaurants, welches in der Vergangenheit nur Geriatriker aus England erfreut hatte, ist erfreulich in Gestaltung und Qualität gelungen. In diesem Verandah Restaurant findet man die vor der Restaurierung angekündigte, neue Küche, die aus meiner Sicht auf Anhieb einen Stern bei Michelin verdient hätte. Queens Grill und Princess Grill dagegen, verharren bei den alten Standards, die mal besser und mal schlechter daher kommen. Das wird sich sicher deutlich verbessern, wenn der neue/alte Küchenchef Klaus aus Deutschland ab NYC die Unfähigkeit des englischen Küchenchefs ablöst.
Verandah
Chart Room und Champagner Bar
Eine eingeladene, englische Boy Group war schlechter als die bordeigene Entertainment Gruppe. Die Overtones bedienten sich mehr schlecht als recht an alten Hits von Roy Orbision, Ray Charles etc., die wir alle noch im Original kennen, und "glänzten" mit einem Donald Duck Lead-Sänger mit seinen ebenso nicht hervorragenden Begleitsängern. Die Engländer fuhren darauf ab, in Wirklichkeit war jedoch kein einziger, selbstgeschriebener Song zu hören und die Cover mehr als dürftig. Einem First Class Schiff nicht angemessen. Auch langweilige Vorträge trugen nicht zur Erleuchtung bei. Alles Stückwerk.
keine Angabe
keine Angaben
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Die regulären Mitarbeiter bemühen sich alle bis aufs Äußerste. Der Kapitän Christopher Wells ist in seinem Job als Schiffsführer, Entertainer und Ansprechpartner für die Gäste kaum zu übertreffen. Aber die nachgeordneten Chargen leben mehr von englischer Hochnäsigkeit als von Zugewandtheit zum Gast. Die Gäste sehr ernst zu nehmen, ist jedoch der Sinn eines Kreuzfahrtschiffes. Erst wenn man beharrlich und mit Sachkunde um seine Anliegen kämpft, bewegt sich etwas. Gestört hat auch, dass man mit einem halbfertigen Schiff auf Reise geht, den Gästen den Lärm, Absperrungen etc. zumutet, aber nicht im Geringsten über einen Nachlass oder ein kostenloses Highlight, wie im 5 Sterne Bereich der Hotellerie üblich, nachdenkt. Die Highlights waren die Einladungen des Kapitäns, der genau weiß, wie man seine Gäste bei der Stange hält.
50
Formell
Klassisch & elegant
ok
Bis CHF 125/Tag
Auch Tiere werden "First Class" befördert, gefüttert und betreut. Ein positives Novum auf der Queen Mary 2.