Wir sind für Sie da.
Die Transatlantikroute an sich war einmal etwas Neues und ich erinnere mich gerne an schöne Momente. Preis- Leistungsverhältnis soweit iO, obwohl man hörte, dass aus bestimmten Ländern teilweise massiv weniger bezahlt werden musste als ab Schweiz oder Deutschland. MSC könnte mit einer aktiveren und besseren Information an Bord mehr herausholen. Stellen Sie sich vor, da donnern Sie während Tagen mit 20 Knoten über den Atlantik, eines Abends um 21.00 Uhr entnehmen Sie der Bordzeitung, dass am nächsten Morgen um ca. 08.00 Uhr die Kapverden in Sichtweite sein werden. Soweit so gut, das Schiff hält jedoch infolge medizinischem Notfall zwischen den Inseln und zwar bereits kurz vor Mitternacht. Nach dem Ausbooten auf ein Versorgungsschiff fährt die Musica weiter mit 12/13 Knoten, um die herausgefahrenen 9 Stunden Vorzeitigkeit wieder zu verlieren. Hier fehlte eindeutig eine offene und richtige Information ab dem Kommando. Transatlantik in irgendeiner Form wieder, jedoch nicht MSC. MSC versteht vielleicht den Frachttransport besser...
Transatlantik Rio - venedig
Das Schiff ist im Prinzip eine Fehlkonstruktion. Kein umlaufendes Deck, keine Sicht nach vorne (ausser ab Fitnesscenter und ab Solariumdeck; dieses war aber bei Fahrt grundsätzlich gesperrt). In jedem Teil des Schiffes sind Vibrationen teilweise massiv wahrnehmbar. Bei Fahrt ab 16 Knoten wird man durchgerüttelt. Zudem sind die beiden Bars auf dem offenen Deck so angeordnet, dass kein Windschutz besteht. Die öffentlichen WC-Anlagen liessen teilweise zu wünschen übrig.
Entsprechen dem Preis-/Leistungsverhältnis, jedoch sind sämtliche Heckkabinen eine Zumutung (Lärm und massive Vibrationen). Je weiter nach vorne umso besser, jedoch sind die massiven Vibrationen bis zum Bug wahrnehmbar.
Grundsätzlich war das Angebot (Morgen- und Mittags- sowie Kuchenbuffet nachmittags) gut sortiert, jeder konnte immer etwas nach seinem Gusto finden, jedoch war eigentlich täglich immer das Gleiche aufliegend. Aber: Das Hauptproblem sind die Restaurantmanager bzw. ihr Nichtwahrnehmen von Organisations- und Führungsaufgaben. Man merkt deutlich den Unterschied zwischen mehr oder weniger gut ausgebildetem Personal bzw. ungelerntem Personal. Das Abräumen und Reinigen der Tische bei Frühstück- und Mittagsbuffet war schlichtweg unakzeptabel. Teilweise wird bewusst weggeschaut oder der Manager kann neben unappetitlichen Tischen rumstehen, ohne entsprechende Anweisungen an ihr Personal zu erteilen. Bar-/Restaurantpreise sind nicht überteuert, ungefähr etwas weniger als unseren Restaurantpreisen. Allerdings könnten ehrlicherweise die Endpreise inkl. 15% Servicezuschlag) auf den Karten notiert sein. Gegen Ende der Fahrt spürte man deutlich, dass die südamerikanischen Vorräte langsam zuneige gingen. Eines Abends durfte der Tischkellner dreimal an unserem Tisch vorbeikommen und mitteilen, dass der bestellte Wein ausgegangen sei... Service-Restaurant auf Deck 6 (Maxim) soweit iO, Restaurant auf Deck 5 weniger empfehlenswert, da zu eng getischt (eine Tischreihe mehr) und entsprechend lärmiger ist.
Joggingstrecke war vielfach durch Liegestühle belegt, was eigentlich unnötig wäre, wenn diese durch das Pool-Personal nicht bei schmalen Durchgängen aufgestellt worden wären.
Check-in in Rio eine Zumutung (sehr lange Wartezeiten, lärmige Halle, keine Bar und keine Verpflegungsmöglichkeit, ausser 3 - 4 fliegende Händler ausserhalb der Halle.) Organisierte Ankunft des Busses um 13.00 Uhr - an Bord um 16.30 Uhr sagt eigentlich viel... Check-out: Kabinenfreigabe um 07.00 Uhr, Ankunft in Venedig um 09.00 Uhr, am Terminalausgang mit Gepäck um 11.30 Uhr. Freigabe der Kabine um 07.00 Uhr erachte ich als nicht kundenfreunlich. Viel südamerikanisches Personal, welches sich teilweise lieber um die vielen südamerikanischen Gäste kümmert. Sprachen: spanisch und englisch, teilw. auch noch italienisch, jedoch wenig bis kein deutsch. Irgendwie entstand der Eindruck, dass das Personal eigentlich froh war, wenn nichts gefragt, nichts angeregt oder auf etwas hingewiesen wurde.
60
Bon
überteuerte Ausflüge, es fehlt ein Infokanal (z.B. CNN oder Euronews oder ähnlich) TV-Sender sind bei Transatlantik ausser Betrieb, Satelitenempfang wird nicht angepasst. Bei Fahrt ins Mittelmeer bessert sich dies teilweise wieder, an Seetagen aber durchaus möglich, dass wieder nichts reinkommt.