Wir sind für Sie da.
Unser Fazit: Die Schnupperreise zum einmaligen Kennenlernen des Schiffes war durchaus interessant; eine längere Reise würden wir mit der QE2 aber nicht machen.
Die Queen Mary 2 ist ein insgesamt beeindruckendes Schiff im Stil der klassischen Transozeanliner. Leider ist es inzwischen in die Jahre gekommen. Hinter der prunkvollen Fassade zeigten sich so einige Mängel. Als Ehepaar mit Kreuzfahrt-Erfahrung (fünf bzw. über 30 Kreuzfahrten auf Flüssen und Meeren) können wir den Vergleich ziehen.
Wir hatten eine Balkon-Außenkabine, die auf den ersten Blick durch ihre Größe und Ausstattung beeindruckte. Auf den zweiten Blick fiel dann die "Verwohntheit" auf: schmuddeliger Teppichboden, abgerissene Vorhangsäume, sehr unebener Fußboden mit Dellen, Rost an Balkontür und Balkongeländer.
Das Fünf-Gänge-Menu im prächtigen Hauptrestaurant Britannia glich einer Abfütterung im Schnelldurchlauf und wurde in nur einer Stunde durchgezogen. Das Selbstbedienungsrestaurant als eine Alternative versprühte den Charme einer billigen Werkskantine. Das Highlight unserer Reise war der English High Tea, den wir uns in unsere Kabine liefern ließen und dann auf dem Balkon genossen haben.
Leider war der Geräuschpegel - auch durch die gespielte Live-Musik - sehr hoch.
Nach den fast täglichen Mails mit Infos von Cunard im Vorfeld der Reise waren wir dann vom Service auf der Reise enttäuscht. Schon der Check-In im Terminal war wenig professionell - z. B. wurde nicht kontrolliert, ob der vorab verlangte Corona-Impfstatus vorhanden war. Auf dem Schiff mussten wir dann unsere Kabine selber suchen (obwohl genug Personal Spalier stand) - auf jeder anderen bisherigen Kreuzfahrt wurden wir dorthin selbstverständlich begleitet. Das Personal sprach nur Englisch - teilweise auch nur gebrochen und/oder mit starkem Akzent, so dass die Kommunikation mitunter schwierig war. Auch vermissten wir etwas mehr Freundlichkeit. Unser Kabinensteward war übereifrig und missachtete mehrmals das "Bitte nicht stören"-Schild.