Wir sind für Sie da.
Die Route ist uneingeschränkt zu empfehlen, dem Schiff fehlt aber fast alles, was den wachen Aufenthalt an Bord (der bei den langen Seewegen nicht zu vermeiden ist) zum Erlebnis machen könnte.
Die Route war gut gewählt: Venedig (nicht inbegriffen aber privat besucht, großartig), Bari (Alberobello, gut), Katakolon (Olympia. toll), Santorin (toll), Mykonos (nur Abendbesuch aber toll), Piräus (Athen, toll), Korfu (mäßig) und Dubrovnik (großartig).
Die Ausflüge sollten mit Bedacht gewählt werden, da sie reichlich teuer, die Beschreibungen hingegen unzureichend und in eher schlechtem Deutsch verfasst sind. Letztlich sind aber die besuchten Stätten ein echtes Erlebnis. Die Organisation lässt zumindest auf dem Schiff zu wünschen übrig, da das Sammeln und das gemeinsame Verlassen des Schiffes zumeist chaotisch erfolgen. Die eigentlichen Ausflüge laufen reibungslos und meist unter kundiger und engagierter Leitung ab.
Ein ziemlich großes Schiff, was die Sache unpersönlich macht. Die Sauberkeit ist zwar branchenüblich ohne Beanstandung, weil immer irgendwer um einen herumwuselt. Aber alles ist lieblos und unverbindlich. Die Gäste sind hauptsächlich Italiener, was den an leise Töne gewöhnten Deutschen schnell nervt. Die Inklusivleistungen sind nachgerade armselig, da man fast für alles extra zahlt. An dem happigen Trinkgeld von 7,00 Euro pro Tag und Person kommt man nicht vorbei, was aber vorher nicht wirklich klar gemacht wird. Ob das Trinkgeld bei denen ankommt, die es sich verdient haben, kann man auch nicht nachvollziehen. Leise Zweifel wollen einfach nicht verstummen.
Die Kabine (Innenkabine) war klein aber zweckmäßig. Hier gab es - auch bezüglich der Sauberkeit - nichts auszusetzen.
Ein großer Kritikpunkt sind das wenig abwechslungsreiche Essen (die Spezialrestaurants haben wir allerdings nicht ausprobiert) und das deutlich unterdimensionerte Platzangebot am Büffet - 5 Minuten herumzulaufen oder zu warten, um auch nur einen freien Platz zu finden, ist einfach inakzeptabel. Im Restaurant gibt es zwar genügend Sitzplätze, dafür sitzt man aber schnell einmal im Gang, auf dem ständig schwer beladene Kellner herumlaufen.
Die Animation ist eher auf Ententanz-Niveau angesiedelt, die Shows teilweise unterirdisch. Die Bands bestechen leider oft mit selbstverliebtem Geschrammeli, die wenigen Ausnahmen treten entweder versteckt oder viel zu kurz auf, um einen individuellen Tanzabend zu erleben.
Zur Familienfreundlichkeit ist nur ein Beitrag möglich: Kinder zahlen ab 2 (!) Jahren 70% des Erwachsenenpreises für alle Leistungen.
Das Personal ist immer auf professionell-unverbindliche Weise freundlich, wobei man den Massenbetrieb immer spürt. Solange man Englisch spricht, ist auch vieles möglich, aber mit Deutsch sollte man nicht aufwarten - selbst die 6-sprachigen Durchsagen waren auf Englisch, Italienisch oder Fanzösisch (die letzten beiden spreche ich eigentlich gar nicht) besser zu verstehen als das, was Deutsch sein sollte. Check-In und Check-Out gehen lustlos vor sich. Das Schiff zu Fuß zu erreichen ist auch eine verdammt langwierige Angelegenheit. Insbesondere aber war der mit 15,00 Euro pro Person sehr teuer bezahlte Transfer zum Flughafen eine reine Katastrophe. Man wurde im Ausgangsbereich des Terminals in eine ungeordnete Menschenmenge gesteckt (nachdem man durch Zufall eine gut getarnte Dame mit einem Papierschild Airport Transfer unter dem Arm entdeckt hatte) und stand dann 90 Minuten in der Sonne herum. Auf Kinder und Schwangere wurde keine Rücksicht genommen. Offenbar waren auch nur 2 Busse im Einsatz, von denen einer erst eine halbe Stunde nach dem ersten auftauchte.
50
Informel
Famille et plaisir
Mauvais