Wir sind für Sie da.
Das Schiff war super. Wir haben die Reise nicht bereut und würden immer wieder einen Reise auf diesem Schiff machen. Vorausgesetzt es bleibt in diesem Erhaltungszustand und die Preise bspw. der Getränke werden überdacht. Das Essen muß mindestens in dieser Qualität bleiben, es war schon jetzt teilweise wie "Kantine".
Unsere Route: Genua-Neapel-Palermo-Tunis-Mallorca-Barcelona-Marseille-Genua Die Häfen im allgemeinen haben alle "ihren besonderen Charme". Es legen mehr oder minder viele andere Kreuzfahrtschiffe an. Leider war der Liegeplatz in Marseille am ungünstigsten. Lag anscheinend an den Bauarbeiten, denn eigentlich sollten wir viel zentraler anlegen. Ansonsten wurden Shuttleservices angeboten, die allerdings sehr überteuert waren. Wer gut zu Fuß ist, kann auch laufen. Oder beispielsweise auf Mallora den örtlichen Bus nehmen.
Unsere Landausflüge haben wir im Vorfeld, (bis auf Tunis-aufgrund des kurzen Aufenthaltes) geplant und auf eigene Faust unternommen. Vorraussetzung für die Eigenorganisation ist allerdings eine gute Planung. Wir haben "sehr viel gesehen". Schließlich sind wir fast überall das 1. Mal gewesen und wollten einen umfangreichen Eindruck gewinnen. Meine Familie war begeistert. Andere haben in dieser Zeit nicht soviel gesehen. Manchmal sind wir morgens gestartet, haben mittags auf dem Schiff kurz gegessen, um dann am frühen Nachmittag noch einmal die Gegend zu erkunden. Bei weiteren Ausflügen, wie beispielsweise nach Capri, wäre das nicht möglich gewesen. Aber das heben wir uns für das nächste Mal auf. Die über den Veranstalter angebotenen Ausflüge sind recht teuer. Außerdem zieht man als Karawane durch den Ort. Das gefällt uns nicht so gut. In Tunis haben wir einen organisierten Ausflug mitgemacht, der sehr informativ war. In dieser kurzen Aufenthaltszeit hätten wir bei Selbstorganisation nicht soviel gesehen.
Riesiges Schiff mit vielen Leuten. Ich will mir nicht vorstellen, wie es im Hochsommer zugeht, wo jeder auf dem "Pooldeck" seinen Tag verbringen möchte. Die mitreisenden Italiener sind am unangenehmsten aufgefallen. Liegt wohl an deren Mentalität und Lebnsart. Wir hatten aber keine Probleme. Das Personal war sehr aufmerksam und zuvorkommend. Einige wenige Male gab es Sprachbarrieren, aber wer Englisch, Italienisch oder Deutsch beherrscht bzw. 2 dieser Sprachen kommt gut zurecht. Die Sauberkeit war super. Jedesmal wurde sofort der Tisch abgeräumt, sogar während des Essens mit dem Besen der Boden auf dem "Pooldeck" um die Tische gereinigt. Es gab zwar Vollpension, aber Getränke sind NICHT eingeschlossen und nicht gerade billig. Ein 0,5l Bier für über 5,- EUR. Da mußte mein Mann ganz schön schlucken. Allerdings besteht die Möglichkeit "Getränkepakete" zu kaufen; das macht es dann in der Form billiger, daß man 1-2 Gratisgetränke bekommt.
Die Kabine (wir hatten extra eine Balkonkabine gewählt, schließlich waren wir zu dritt mit einem fast erwachsenen Kind unterwegs) war ausreichend groß und auch der Platz im Schrank für 7 Tage ausreichend. Das Badezimmer war auch ausreichend groß; wir haben es in Etappen betreten. So hatte jeder seine 30 min. allein im Bad. Das hat gut geklappt. Unsere Kabine lag im hinteren Drittel des Schiffes. Wir haben, trotz anderslautender Bemeerkungen anderer Reiseteilnehmer, keine Vibrationen bemerkt. Zumind. nicht in unserer Kabine. Keine Geräusche vom Nachbarn, wenn nicht gerade beide die Balkontür geöffnet haben. Leider waren allerdings einige "Bauteile" der Kabine locker. Andere und auch wir hatten sich mit Papier beholfen, das zwischen die klappernden Deckenplatten gesteckt wurde. Die Balkontür ließ sich nicht optimal schließen. Auf der Überfahrt nach Mallorca hatten wir Sturm und die Tür hat laute Pfeifgeräusche von sich gegeben, die wir erst gegen Morgen durch nochmaliges lautes "Zuknallen" beheben konnten. Die Kabine wurde sehr gründlich geputzt. Morgens nach dem Frühstück war bereits das Bett gemacht und abends nach dem Essen (1. Sitzung) waren auch die Betten für die Nacht schon bereitet.
Ausreichend Bars waren vorhanden, allerdings für unseren Geschmack überall mit einem gewaltigen Geräuschpegel. Bei einer Pianobar erwarte ich "leise Hintergrundmusik", aber überall wurde mit Verstärkern gearbeitet und man konnte sich nur schreiend unterhalten. Schade. Deshalb haben wir selten die Bars genutzt. Die Getränke waren i.O. Allerdings brauchte man sich keine Gedanken machen, von einem Cocktail einen Schwips zu bekommen, da alle Getränke mit viel Eis verwässert wurden. Die Maßeinheiten der Cocktailzutaten wurden auch nicht immer eingehalten. Die Speisen waren durchschnittlich. Nichts für einen verwöhnten Gaumen. Es sind keine Spitzenköche, aber uns hat es geschmeckt. Nur die Pizzen waren für ein überwiegend von Italienern frequentierten Schiff unter aller Würde. Ich glaube, es hat auch kein Italiener eine Pizza gegessen. Im Bedienrestaurant am Abend hatten wir einen Tisch für uns allein. Allerdings müssen viele Personen gleichzeitg essen; d.h. es ist platzmäßig sehr eng. Die Kellner müssen sich mit vollbeladenen Tellern an den sitzenden Gästen "vorbeischlängeln". Da bekommt man schon mal einen Schubs. Ggf. auch von seinem, wie bei mir, dahinter sitzenden Nachbarn, wenn er sich setzen möchte und den Stuhl zurechtrückt.
Wie gesagt, uns war es in den Bars zu laut. Die abendliche Show im Covent Garden umfaßte gerade mal 30 min!! Das hätte ruhig 1 Stunde sein können. Ansonsten gefiel uns das Programm dort aber am besten. Unser Sohn war allabendlich in der Disco, die sich aber verständlicherweise erst gegen 0.30 Uhr oder später füllte. Ihm hat es dort sehr gut gefallen. Aber nur etwas für die Jüngeren. Am "frühen" Abend sollte man als Eltern dort nicht auftauchen. Die Jugendlichen wollen sich frei entfalten und nicht beobachtet werden.
nicht genutzt
Wir waren mit dem Service zufrieden. Ich erwähnte bereits: wer eine oder zwei der Sprachen englisch, italienisch, deutsch beherrscht, kommt gut zurecht. Das Personal ist aber immer bemüht. An der Organisation der Ausflüge sollte allerdings noch gearbeitet werde. Entweder läßt man die Gäste anstehen und teilt sie ein (so war es bei uns geplant) oder jeder fragt wild nach seinem Bus ohne sich anzustellen (so lief es dann bei uns ab, weil einige Gäste keine Geduld hatten und die Mitarbeiter sich anscheinend nicht trauten auf die Warteschlange aufmerksam zu machen). Der Check-In war o.K., allerdings hätte der Mitarbeiter nicht alle 5 min in ex orbitanter Lautstärke die nächsten Nummern aufrufen müssen. Um allen Gästen gerecht zu werden auch noch in 5 Sprachen. Dass wir uns gar nicht ums Gepäck kümmern mußten und es tatsächlich vollständig vor unserer Kabine stand, hat uns begeistert. Beim Check-Out hat man das Gefühl schnell vom Schiff zu müssen (klar, es kommen neue Gäste und das Schiff muß in 8 Stunden wieder abfahrbereit sein). Aber ein wenig mehr Freundlichkeit täte gut. Schließlich hat man nicht gerade wenig Geld an Bord gelassen. Die Organisation nach der Kofferübernahme (wir sind mit dem Bus zurückgereist) war nicht ganz verständlich und schlecht organisiert. So haben wir im Bereich der parkenden/ankomemnden Busse gewartet. Wir waren uns nicht sicher, ob uns in der Wartehalle gesagt werden würde, wann unser Bus kommt. Es waren schließlich 3 verschiedene Routen mit 3 Bussen. Wir bekamen mit, daß 1 Pärchen sich einen der Busse "aussuchen konnte", weil ihr Ziel gar nicht angefahren wurde!! Fehlplanung des Veranstalters oder Mißverständnis des Reisegastes?
30
Informel
Casual
Neutre
Tipps sind schlecht zu gegen, weil jeder eigene Vorstellungen hat. Wir hatten vor der Reise beschlossen, daß wir die Reise auf dem Schiff genießen wollen. Was wir auch haben. In den jeweiligen Orten wollten wir viel sehen, was selbstorganisiert gut geklappt hat. Allerdings kann man das nur machen, wenn man gut zu Fuß ist. Ansonsten sollte man auf die Ausflüge des Schiffes zurückgreifen. Oder zumind. versuchen eine Stadtrundfahrt zu machen. Die Sightseeingbusse sind in keinem Ort zu übersehen und preislich auch anders gestaltet als vom Schiff organisiert. Auf wen man nicht hereinfallen sollte, sind die überall "sehr freundlichen und hilfsbereiten" Taxifahrer. So manch einer wittert da ein gutes Geschäft und hat den ein oder anderen preislich kräftig über den Tisch gezogen. Am besten vorher einen Preis aushandeln!! Und genau wissen, was man will. Taxifahrer bieten nämlich gerne Stadtrundfahrten an. Wenn man der Sprache des jeweiligen Landes nicht mächtig ist und schon im Taxi sitzt und keinen Preis ausgehandelt hat, immer darauf achten was man sagt, sonst will der Fahrer auch mal 100,- EUR, weil er meint eine Stadtrundfahrt gemacht zu haben. Dabei hat er einen nur ins Zentrum gefahren.