Wir sind für Sie da.
Tagsüber erlebt man viele unterschiedliche Länder in relativ kurzer Zeit und abends genießt man einen Lebensstandard wie in den USA.
Auf dieser Route werden die schönsten Ostseehäfen angelaufen. Die Häfen von Riga und Tallinn liegen nahe beim Stadtzentrum - nur 10-15 Minuten Gehzeit und für Gehbehinderte gibt es (fast) immer einen Shuttlebus. Auch in Warnemünde sind die Gehzeiten relativ kurz. In Helsinki kann man entweder 45 Minuten ins Stadtzentrum laufen oder die Busline 14 benutzen. In Stockholm ist der Weg vom Hafen ins Stadtzentrum besonders lang und kompliziert, weil die Busfahrer keine Fahrkarten verkaufen.
In Sankt Petersburg muss man, sofern man kein Visum besitzt, an einem Landausflug teilnehmen, um die Stadt kennenzulernen. Deshalb habe ich einen Drei-Tages-Ausflug gebucht, der in englischer Sprache angeboten wurde. Aufgrund des unglaublichen Gedränges in den Museen - in der Eremitage bis zu fünf Besuchergruppen pro Ausstellungsraum - wird die (relativ leise) Stimme der Reiseleiterin durch ein Funkgerät übermittelt. Wir wurden relativ schnell durch alle wichtigen Sehenswürdigkeiten geschleust - glücklicherweise ohne längere Wartezeiten. Nach dem Museums- bzw. Schlossbesuch durften wir noch 10-15 Minuten im Souvenirgeschäft verbringen. Zwischendurch gab es ein vorzügliches russisches Mittagessen mit Wasser, Wodka, Sekt und Tee, Salat, Suppe, Hauptgericht (russische Pfannkuchen am ersten und Hühnerfrikassee am zweiten Tag) und Dessert (Kuchen zw. Eis). Am dritten Tag gab es kein Mittagessen, weil wir um 14.30 Uhr wieder zum Schiff zurückgekehrt sind. In Stockholm war die Stadtrundfahrt Bestandteil eines Transfers zum Hauptbahnhof. Der Reiseleiter, ein studierter Theologe, war ein echter Profi und hat uns einiges über Schweden, Stockholm und das Wasa-Museum erzählt. Aufgrund der strikten Reiseplanung (Abfahrt verspätet um 9.30 Uhr, Ankunft pünktlich um 12.00 Uhr) war die Tour etwas kürzer als geplant, so dass man den um 12.25 nach Kopenhagen abfahrenden Schnellzug trotzdem noch erreicht hätte.
Die Vision of the Seas ist etwa 300 Meter lang und 9 Stockwerke hoch. Deck 1 ist für die Crew reserviert, Deck 2 bis 4 für die preissensiblen Fahrgäste und Deck 7 bis 8 für die Besserzahlenden. Fast immer herrschte eine entspannte Atmosphäre an Bord, Gedränge gab es, von wenigen Ausnahmen abgesehen, fast nirgendwo, obwohl 2000 Passagiere an Bord waren. Die Vision of the Seas liegt beim Ranking der Unternehmenskultur stets auf den vorderen Plätzen.
Die Kabinen werden zweimal täglich während der Essenszeiten (mittags und abends) gereinigt.
Das kulinarische Angebot im Windjammer-Buffetrestaurant war überwältigend und beinhaltete alle Speisen, die auch im Hauptrestaurant serviert wurden. Vier verschiedene Salate, zwei verschiedene Nudelgerichte, sechs bis acht verschiedene europäische Hauptgerichte, darunter Quiche, Gulasch, Lasagne, Fisch und diverse Fleischsorten, dazu vier verschiedene asiatische Hauptgerichte (abwechselnd chinesisch / indisch / indonesisch / thailändisch), zwei Torten und drei verschiedene Desserts sowie eine Käseplatte. Leider konnte ich von jeder Speise nur einen kleinen Happen probieren. Eistee, Limonade und Wasser sowie Kaffee und Tee waren kostenlos. Bier (6 $) und Wein (8 $) sowie alle Arten von Cocktails kosten extra.
Tagsüber gab es Quizveranstaltungen mit unterschiedlichem Schwerpunkt (Geografie, Geschichte, Musik, Showstars), Sudokus und Vorträge sowie Kinofilme. Abends gab es jeweils eine Show um 19 und um 21 Uhr, entweder von den schiffseigenen Tänzer(inne)n selbst produziert oder extra aus London / Los Angeles / Buenos Aires eingeflogen. Um 22.30 Uhr gab es dann noch eine Show für Erwachsene, wo diejenigen Themen (Sex and Marriage) angesprochen wurden, die in den USA erst ab 18 freigegeben sind. Alle Shows werden nur in englischer Sprache angeboten, wobei das gesprochene Englisch wesentlich leichter zu verstehen ist als das gesungene Englisch.
Es gab eine Kinderbetreuung im Solarium.
Die Joggingstrecke habe ich nicht benutzt. Täglich dreimal sechs Stockwerke zum Windjammer hochsteigen reicht als Fitnessprogramm aus.
An der Rezeption gab es fast immer eine Wartezeit von (gefühlt) fünf bis zwanzig Minuten. Der Check-Out verlief problemlos, der Check-In war für Neulinge etwas stressig. Jedes Gepäckstück wird vor dem Betreten des Schiffes mit Röntgenstrahlen durchleuchtet und verschwindet dann im schiffseigenen Transportsystem. Ich habe meinen Koffer um 12.30 Uhr abgeliefert und um 18.30 Uhr stand er dann in bzw. vor meiner Kabine. Eine zu frühe Anreise ist nicht empfehlenswert, weil die Kabine erst ab 13.00 Uhr bezugsfertig ist.
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Pas de prescriptions
Très bon