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Wer nicht den Mut hat Fahrgäste anzusprechen, wenn sie sich nicht zu benehmen wissen, der darf sich nicht wundern, wenn die Bewertung negativ ausfällt. Costa darf nicht den Anspruch stellen ein Schiff mit einem 4 oder 5 Sterne Service zu sein. Costa ist Massenturismus mit entsprechender Abfertigung. Das noch nicht ganz fertige neue Schiff, für mehr als 5000 Passagiere, untermauert diese Aussage. Für mich ist klar - nochmals Costa, nein danke, nicht für geschenkt.
Angeblich ist deutsch Bordsprache. Dies stimmt nicht. Bordsprache ist italienisch und englisch. Von den Service-Kräften versteht eigentlich keiner deutsch.Alle Animationsprogramme sind nur in italienischer Sprache. Italienisch ist auch das Leben an Bord. Den ganzen Tag keine Ruhe. Teilweise unmögliches Verhalten. Seitens der Offiziere der Besatzung erfolgt auch in diesen Fällen keine Ansprache. Man könhnte ja einen assozialen Gast verlieren.
Im Sanitärbereich ist zwischen dem Duschwannenabschluss und dem Duschvorhang ca. 8 - 10 cm Freiraum, wodurch nach dem Duschen der ganze Sanitärbereich sehr nass war. Auch fehlte zur Lüftung ein Ventilator. Es ist nur eine einfache Lüftung vorhanden. Spiegel war nach dem Duschen lange vollkommen beschlagen.
Das Essen entspricht mit viel Wohlwollen einem 3 Sterne-Hotel. Es ist teilweise richtig totgegart gewesen. Beim Anrichten machte man sich wenig Gedanken darüber, ob das Auge mitisst.Ausschlaggebend dafür ist wohl die Tatsache, dass ca. 3300 Passagiere in 2 Restaurants bei 2 Tischzeiten abgefertigt werden müssen. Das separate Buffet-Restaurant hat den Charm einer Kantine.
Die täglich um 20.00 und 21.45 h gebotene Show wurde in einer Lautstärke dageboten, dass man den Eindruck hatte, man ist auf einem Open-Air-Konzert. Teilweise verspürte man ein Vibrieren im Körper. Die Musik in den anderen Bars war nicht viel leiser.
Am Pool im Frontbereich des Schiffes fanden fast ganztägig laute und primitive Animationsprogramme statt. Pausen wurden durch Werbevorführungen, z.B. durch das bordeigene Massageteam überbrückt. Auf den Preis von 119 Euro pro Massage gab man großzügige 20 % Ermäßigung.
Von den 5 oder 6 Damen an der Information sprach eine etwas deutsch. War sie gerade nicht da, hatte man Pech.Die deutsche Reiseleitern war nur schwer auffindbar und hatte man sie gefunden, war sie meist motivationslos. Beim Check In wurden italienische Passagiere bevorzugt. Beim Check Out war sage und schreibe ein Besatzungsmitglied damit beauftragt, alle Passagiere beim Verlassen des Schiffes zu scannen.
Mauvais
Wer lauten Trubel liebt, ist bei Costa gut aufgehoben. Die Herren Offiziere schlenderten teilweise mit ihren Frauen oder Freundinnen umher. Sie nahmen keinen Anstoß daran, wenn Jugendliche nach 24.00 h in den Kabinengängen sich laut unterhielten, lachten und rülpsten. Man ging einfach vorbei. In der täglich erschienenen Bordzeitung war Gala-Kleidung zum Abendessen vorgegeben. Passagiere die in kurzen Hosen und einem T-Shirt kamen wurden von dem Personal am Restaurant-Eingang jedoch anstandslos eingelassen. Absoluter Höhepunkt im Restaurant war jedoch, als ein Kellner seinem Kollegen aus ca. 2 m Entfernung einen Teller an den Kopf warf. Von den Security-Kräften wurde daraufhin die komplette 4-köpfige Service-Crew abberufen und befragt. Wir Gäste saßen am Tisch und durften warten bis die Befragung beendet war.