Wir sind für Sie da.
Die Eindrücke haben die nicht immer zufriedenstellenden Bedingungen im und um das Schif mehr als ausgeglichen.
1. Monteviodeo/Punta del Este (im Preis inbegriffen): Vorabinformationen mager, dafür die angenehme Überraschung (v.a. PdE) umso größer, Rundfahrt in PdE ausreichend, allerdings Museumsaufenthalt (Museo Ralli) viel zu kurz, gute Reiseleiterin mit ausreichend deutschen Sprachkenntnissen, leider ist Montevideo zu kurz gekommen. 2. Puerto Madryn/Halbinsel Valdez (gebuchter Ausflug), sehr lange Anreise mit dem Bus zum Punto del Norte (Alternativen leider nicht zu beurteilen), landschaftlich reizvoll, bedingt durch die sommerliche Reisezeit nur Reste der Fauna zu sehen (Magellan Pinguine und Seelöwen), atemberaubende wilde Strände, der Aufenthalt an der Küste leidet unter dem Zeitdruck, bedingt durch die sehr lange Anreise (Schotterstraße), freundliche Bewirtung in der Estancia San Lorenzo, Essen und Getränke gut, sehr freundliches und effizientes Bedienungspersonal, dennoch Preise zu hoch (Preis/Leistung stimmt bei allen Ausflügen nicht, Passagiere haben sich bei der Direktion beschwert, unsere Konsequenz, verbleibende Landgänge haben wir selbst organisiert).
Die Größe des Schiffes ist der max. Passagierzahl nicht angepasst, was sich vor allem bei dem Frühstück im Garden Cafe (SB) besonders unangenehm bemerkbar macht (völlig überfüllt, bei dem recht kühlen Wetter ist keine Ausweichmöglichkeit in das Open Deck Cafe gegeben). Das Schiff hat uns von der Innenarchitektur her besser gefallen als die JEWEL, Sauberkeit und Zustand des Schiffes ist gut (in unserer Badkabine hätte die Silikonverfugung am Waschbecken ausgewechselt werden müssen, da Ansatz von Schimmelpilz befallen (aspergillus niger!). Die Gästekultur hat sehr durch die teilweise ausgesprochen rücksichtslose südamerikanische Klientel gelitten. Gegen Ende der Reise (letzte drei Tage) hat das Speisenangebot in seiner Vierlfalt gelitten, deutlich keine frischen Früchte mehr zum Frühstück, nur noch Dosenfrüchte, nur noch Erdbeerjohurt - keine weitere Auswahl im Gegensatz zum Beginn der Reise, sogar die Auswahl bei den Cereals war mager, das Brotangebot für Europäer (nur mäßige Baguette) ausgesprochen dünn, süße Brötchen sind nicht jedermanns Sache (insgesamt: bad catering management!!!). Internetzugang bei der enorm schleppenden "Geschwindigkeit" extrem teuer: Aufbau einer Website dauerte manchmal bis zu 10 Minuten (bei einem Paket von 55 Minuten), für z.B. eine Kontoabfrage einfach zu lang.
Lage sehr gut (Deck sieben, fast Mitte), Größe der Kabine und des Badezimmers absolut mickrig (v. a. im Vergleich zur Norwegian Jewel), bei zwei Personen steht man sich auf den Füßen, Ausstattung der Kabine ist geschmackvoll und gut, allerdings ist die Dimensionierung des Kabinenschrankes für zwei Personen absolut unzureichend.
Gemessen an dem Speiseangebot auf der Norwegian JEWEL, Ostseekreuzfahrt 2008, mindestens eine Klasse schlechter, nicht besonders abwechslungsreich, auch die Zubereitung nicht immer top (und das bei einem Österreicher als Chef. Getränke gut, aber leider auch überteuert, vor allem die Drinks; die Weine sind gut, leider zu geringe Auswahl an europäischen Weinen, dafür zu viele (nord-)amerikanische Weine. Zum Büffet siehe obigen Kommentar. Ein kleiner Lichtblick: der Sonntagsbrunch im Le Bistro, sehr geschmackvoll gemacht.
Die Shows sind ausgezeichnet, Tänzer und Orchester sehr gut, Solisten teilweise sehens- und hörenswert (bis auf einen albernen italienischen Zauberer), z. B. Andy Bürger (Percussionist); die Bands und der Pianist in den Lounges/Bars sind ebenfalls sehr gut; die Bibliothek ist sehr großzügig und geschmackvoll eingerichtet, gutes Leseangebot.
Fitnessraum ist ausreichend ausgestattet und Fitnessangebote sind gut, Personal professionell und nett, leider durch Sportverletzungen gehandicapt, sodass einige Stunden ausfallen mussten; Sauna und Dampfbad sauber und voll funktionsfähig, leider ist der Ruheraum (keine Liegen, nur Sessel) zu klein, dafür gibt es gekühlte, nicht alkoholische Getränke und frische Früchte (solange der Vorrat reicht, s. o.).
Check-In in Buenos Aires ist nicht sehr komfortabel, langes Warten in einer Lagerhalle, viel Hektik, dann erneuter Tranfer mit dem Bus zum Schiff, spiegelbildlich gleiches in Valparaiso. Diese Häfen sind nicht auf Kreuzfahrten eingestellt, wohl aber auf Container! Hier müssten die Reedereien mehr Druck machen. Mit dem Gepäck wird äußerst rüde umgegangen: mein neuer Koffer ist so auf die Kante geworfen worden, dass neben entsprechender Beule die inneren Befestigungsbänder aus ihrer Verankerungen gerissen wurden.
60
Décontracté
Casual
Neutre
Um die äußerst attraktive Reiseroute besser nutzen zu können, sind kleinere Schiffe empfehlenswert (ca. 30K BRT), die SUN ist zu groß, um bestimmte Segmente, z. B. in der Magellanstraße, zu befahren (Kommentar des Kapitäns). Wenn man mehr von der Fauna Patagoniens erleben will, vor allem Wale, See-Elephanten, andere Pinguinarten, dann ist die bessere Reisezeit Juni, Juli (allerdings Herbst/Winter in Südamerika. Ein längerer Aufenthalt in Buenos Aires ist sehr zu empfehlen, die Stadt ist einzigartig, kultiviert, architektonisch eindrucksvoll, ohne eine Tangoshow gesehen zu haben (empfehlenswert Esquina Carlos Gardel, Piazolla Tango, Senor Tango), sollte man BA nicht verlassen.