Wir sind für Sie da.
Für eine längere Kreuzfahrt würde ich in jedem Fall ein Schiff einer anderen Reederei wählen, entweder die internationalen, z.B. NCL oder Royal Caribbean, die bieten deutlich mehr Abwechslung, Essensmöglichkeiten und sind ungezwungener - oder auch die deutschen (z.B. Phoenix, Mein Schiff oder Aida).
Bei diesem Schiff handelt es sich um einen klassischen Ocean Liner mit nach hinten weit offenen Decks. Dies bietet einen großzügigeren Platz als bei den modernen Schiffen, bei denen alle Decks bis hinten mit Kabinen "vollgepflastert" sind. Trotzdem merkt man deutlich, dass das Schiff schon in die Jahre gekommen ist. Auf den Balkonen deutliche Rostspuren und man bemerkt, dass hier und da schon ordentlich geflickt wurde. Die Böden in den Gängen sind uneben. Es wirkte nicht so edel und elegant, wie man es vom Cunard-Flaggschiff eigentlich hätte erwarten können. Die Bord-Shops sind maßlos überteuert. Für ein 0,1l-Glas Sail-Away-Champus werden 18,95 US-$ zzgl. Bedienungsgeld verlangt. Ein 0,15l-Glas Wein ist (inkl. Bedienungsgeld) kaum unter 10$ zu kriegen. Der Service war allerdings völlig unakzeptabel: Die Wartezeit bis zum Einchecken betrug mehr als 2 Stunden und die Zeit, bis ein zum Essen bestelltes Glas Wein am Tisch eintraf, mehr als eine Stunde (dafür kam dann Weißwein statt des bestellten Rotweins) - aber man hat ja Zeit, denn bis das Essen kommt, dauert es eh lange. Die Bord-Shops sind völlig überteuert - z.B. Queen-Mary-Cappy 30$! Parfüms teurer als zu Hause...
Die Kabinen sind recht groß und geräumig. Der Balkon wies allerdings deutliche Rostspuren auf. Bei einem der beiden Balkonstühle ließ die Lehne nicht ausreichend verstellen. Dafür war die Sauberkeit und die Aufmerksamkeit des Zimmermädchens tadellos
Die Speisen waren geschmacklich sehr gut, wenn auch häufig zu kalt. Im Bedienrestaurant sind die Wartezeiten unerträglich. Ein Essen dauert gerne mal 2 Stunden. Da hätten unsere Kinder längst gemeutert. Sehr gut waren die indischen Gerichte. Die Auswahl an Essensmöglichkeiten/Restaurants ist allerdings sehr beschränkt. Für die "Nicht-Suiten-Bucher" gibt es nur ein Bedienrestaurant und ein Buffetrestaurant. Auf anderen Schiffen haben wir schon mal bis zu 18 Essensmöglichkeiten/Restaurants zur Auswahl gehabt. Übrigens: Ohne Sacco (ggf. mit Krawatte) kommt man abends nicht ins Bedienrestaurant. An den "formal"-Abenden ist sogar ein Smoking (oder dunkler Anzug) mit Fliege Pflicht!
Kings Court Buffet - weil keine 2 Stunden Wartezeit!
Chart Room - aber wegen des Jazz!
Die Abendshows sind natürlich Geschmackssache. Einmal hatten wir einen armenischen Klavierspieler und Komiker, der uns extrem gut gefallen hatte, am nächsten Tag so eine "Boy Group" mit leichtem Sing-sang, wo wir am liebsten nach 5 Minuten wieder gegangen wären. Genial fand ich jedoch den Jazz im Chart Room, denn das Mark Hodgson Trio gespielt hat. In dieser Qualität habe ich das selten erlebt. Auch ein echtes Erlebnis ist die Vorstellung im Planetarium, welche von 6 Projektoren an die abgehängte Kuppel des Kinosaals werfen. Das eigentliche Show-Programm ist allerdings nicht vergleichbar mit den Broadway Shows, wie sie z.B. auf den großen NCL-Schiffen präsentiert werden.
Im Allgemeinen war der Service OK, das Kabinenpersonal sehr aufmerksam und alle sehr freundlich. Allerdings war der Check-in mit mehr als 2 Stunden Wartezeit eine Katastrophe und die Geschwindigkeit der Kellner im Britannia-Restaurant so gering, dass man fast verhungert wäre.
60
Décontracté
Casual
Neutre
Moins de CHF 50 par jour
Als Schnupperkreuzfahrt zum halbierten Last-Minute-Preis ist dieser Trip ok. So kann man feststellen, ob einem das hier gebotene Konzept liegt. Wie bereits oben erwähnt, muss man - um abends ins Bedienrestaurant gelassen zu werden - mindestens Sakko/Abendkleid mitnehmen.