Wir sind für Sie da.
Man kann durchaus auch als U-40 eine schöne Zeit auf dem Schiff verleben. Fühlt man sich doch mal kurz unwohl, so liegt das eher an den abschätzenden Blicken mancher Mit-Passagiere als am Service-Personal oder sonstigen äußeren Begebenheiten. Das Schiff mit all seinen Angeboten, das Personal sowie die angesteuerten Ziele sind die Reise und auch den Preis durchaus wert. Was ein wenig verärgert, ist die doppelte Service-Gebühr: 15% auf alles, was so auf dem Schiff an Essen/Getränken zusätzlich verzehrt wird, PLUS 7 Euro täglich PRO PERSON als allgemeine Service-Gebühr. Meines Erachtens ist da eines zuviel, und ich würde gerne meine Anerkennung dem Kellner zukommen lassen, den ich gerne besonders hervorheben möchte. Das wird einem vergällt durch diese generellen, unpersönlichen Zusatzkosten.
Gestartet wurde in Kiel - wider Erwarten, was das norddeutsche Wetter angeht, bei Sonnenschein. Der Check-in funktioniert (dank zuvor online getätigtem Express-Check-in) reibungslos und wir erhalten einen ersten Eindruck von der perfekten Organisation. Sind unter den Ersten auf dem Schiff und können somit leere Decks, Restaurants und übrige Räume begutachten. Das erste Ablegen ist ein Erlebnis, die Möwen verfolgen uns, wir freuen uns auf 7 Tage Ostsee - und erst einmal auf Stockholm. Schweden - allein die Fahrt vorbei an den Schären ist ein Erlebnis. Fast schade, dass man nur dran vorbeifährt; der Kontakt (winken, pfeifen) mit den Schweden an Land in ihren Ferienhäuschen allein aber ist schon unvergesslich schön. Stockholm selbst ist natürlich wie erwartet schön, die Stadt ist problemlos alleine zu erkunden. Der nächste Halt: Tallinn. Eine Reise wert, definitiv. Wunderschön, und mit etwas Glück erfährt man bei einer gebuchten Rundreise auch etwas über das Leben der Esten. Für uns das Highlight der Kreuzfahrt! St. Petersburg: Sicher eine schöne Stadt; leider mit den Passagieren vierer Kreuzfahrtschiffe, die alle zum gleichen Zeitpunkt zu den gleichen Sehenswürdigkeiten gekarrt werden, viel zu überfüllt. Auch so muss man einiges, wie z. B. die äußerst kühle Grenzkontrolle, einfach übergehen. Kopenhagen dagegen ist wieder vertrautes Terrain, es genügt die Reise via Hop on-Hop off-Bus.
Zwei gebuchte Ausflüge: Tallinn und St. Petersburg. Vorab-Information absolut ausreichend, mehrere Varianten buchbar. Tallinn: Man kann hier problemlos auf eigene Faust los. Vorteil einer geführten Tour: Mit der richtigen Reiseführung erfährt man Hintergründe, die man so nicht mitbekommt, z. B. über Lifestyle, Einkommen ... der Esten, sowie natürlich geschichtliche Informationen. Bei unserer Tour gab es immer auch ein paar Minuten "Freizeit" zum eigenständigen Umschauen - von der zeitlichen Aufteilung her opimal. St. Petersburg: Hier fühlte man sich wie "die Ware Tourist". Von A nach B gekarrt, raus, Fotos, wieder rein in den Bus. Zu all den Tausenden anderer Touristen in all den anderen Bussen. Massenabfertigung und - zumindest bei unserer Tour - ohne Kopfhörer, so dass die Erläuterungen unserer geschätzten Reiseleitung in der Peter-u.-Paul-Festung (in der Kathedrale) nur einem kleinsten Teil der Gruppe verständlich war. Der Rest war in dem Gewusel froh, die Gruppe nicht zu verlieren. Zum Schluss noch schnell in einen Riesensouveniershop gekarrt, wegen der Devisen - und zurück geht's zum Schiff. St. Petersburg war definitiv DIE Enttäuschung der Kreuzfahrt.
Das Schiff erscheint riesig mit seinen 16 Decks. Besonders imponiert hat uns der fixe und unauffällige Kabinenservice. Super!!! Trotz der vielen Passagiere (2.500) findet man zahlreich Bereiche auf dem Schiff, die fast menschenleer sind. Alles ist super gepflegt, ständig wird irgendwo gewischt oder gesaugt, und das sieht man auch.
Balkonkabine: Lohnt sich auf jeden Fall. Fahren in den Sonnenunter- oder aufgang: unbezahlbar schön. Ausstattung ist kaum optimierbar; wir haben nichts vermisst - außer vielleicht einem zweiten Bettuch, dies kann aber problemlos nachbestellt werden. TV: auf den hinteren Kanälen kann man die Route verfolgen oder die Kamerbilder der oberen Decks ansehen (live). Hellhörig: absolut nichts, wir dachten teilweise, wir seien alleine auf dem Deck. Lediglich auf dem Balkon hört man dann die Nachbarn - logischerweise.
Das Essen in den Restaurants ist durchgehend zu empfehlen - beim Buffet ist für jeden etwas dabei; im Service-Restaurant gibt es ebenfalls genügend Auswahl für alle. Qualität der Speisen und Getränke gab nie Anlass zur Kritik; das Service-Personal ist äußerst bemüht und sehr freundlich (und dies nicht gekünstelt). Schade ist, dass manchmal die Vorhänge zugezogen werden, obwohl man doch gerne die schöne Aussicht (Sonnenuntergang) genießen würde. Diese Atmosphäre ist doch sicher der gedämpften bei zugezogenen Vorhängen zu bevorzugen.
Theater: Sehr gute Show-Einlagen mit einer Länge von 45 Minuten genau richtig getimt.
nicht viel genutzt, doch Tipp: Wenn man ein wenig Zeit von einer Stadtbesichtigung abzwacken kann - Stockholm vom Jacuzzi aus zu betrachten, hat durchaus was für sich.
Durchweg super. Reibungsloser und schneller Ablauf - und das bei den Passagierzahlen. Bei Schwierigkeiten wird sofort und unkompliziert geholfen. Es hilft, Englisch zu sprechen, doch wenn nicht, wird schnellstmöglich ein die jeweilige Sprache Beherrschender zu Hilfe geholt. Was das Personal an Bord angeht, so kann ausnahmslos von höchster Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und bestem Service gesprochen werden.
60
Sporty elegant
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