Wir sind für Sie da.
Ein schönes Schiff mit einer schönen Reise. Mit etwas jüngerem Publikum und weniger Rollstühlen/Gehhilfen, schlankeren Leuten und einem Abendprogramm für Junge, wäre es fast perfekt gewesen.
Fort Lauderdale - 6 Seetage - Ponta Delgada, Azoren - 2 Seetage - Cartagena - Barcelona (beide Spanien) - Toulon, Frankreich - Livorno - Civitavecchia (beide Italien) Die ersten 6 Seetage waren Erholung pur: tolles Wetter, nichts tun zu müssen, wenn man nicht wollte. Dann endlich Land in Sicht: Azoren. Dann wieder 2 Seetage. So hätte es weiter gehen können, aber es folgten dann an jeden Tag ein Hafen (logischer weise), d.h. jeden Tag früh aufstehen, wenn man etwas sehen will!!! Wir hätten nichts dagegen gehabt, gegen Ende der Route nochmals einen Seetag zu haben. Auch verliert man wegen der Zeitumstellung 6mal eine Stunde Schlaf, deshalb werden wir die nächste Trans-Atlantik-Überquerung im November machen, also gegen Ende der Mittelmeer Saison! Hat 2 Vorteile: man gewinnt Schlaf oder mehr Zeit zum Feiern, Tanzen, etc. und die erholsamen Seetage sind am Ende der Kreuzfahrt. Alle Häfen haben uns sehr gut gefallen, außer Livorno (in der Nähe von Florenz und Pisa), da wir dort keinen Ausflug unternommen oder gebucht hatten. Pisa kannten wir schon und nach Florenz wollten wir diesmal nicht, also sind wir nur in Livorno herum gelaufen: nicht besonders sehenswert!
In Ponta Delgada und Cartagena sind wir auf eigene Faust in der Stadt herum gelaufen um uns einen Überblick zu verschaffen und um auszuloten was man das nächste Mal dort unternimmt: in Ponta Delgada ganz bestimmt einen Ausflug zu den beiden Vulkan-Seen. Cartagena läd ein zum Tapas essen. U.a. haben wir dort die alte Festung auf dem Berg besichtigt (neben dem Lift), von dort hat man eine herrliche Aussicht auf die Stadt und den Hafen. Von der Festung durch den Park kann man das Teatro Romano besichtigen: man muß nicht unbedingt hinein gehen (gegen Gebühr), ein Blick von oben im Park reicht auch. In Barcelona waren wir schon oft: entweder als Start oder Ende einer Kreuzfahrt, aber noch nie als Hafen der Route, deshalb waren wir diesmal in der Sagrada Familia von Gaudi für über 4 Stunden. Wir hätten nicht gedacht, daß man dort so viel Zeit verbringen kann: auch sehenswert die Werkstatt und die Ausstellung unter der Kirche, sowie der Blick vom Park aus, um den kleinen See herum. In Toulon haben wir den farbenfrohen Wochenmarkt besucht, sind zur Seilbahn (Télépherique du Mont Faron) gelaufen und fuhren mit ihr den Berg hoch: ein großartiger Blick über die Stadt und die gesamte Bucht. In Livorno hätten wir mit dem Zug nach Florenz fahren sollen - das nächste Mal.
Die Celebrity Equinox ist Deutsche Wertarbeit von den Meyer Werften aus dem Jahre 2009 - mehr muß man eigentlich nicht sagen!! Das Schiff machte einen herausragenden Eindruck, großzügig gebaut, genug Sitzgelegenheiten im Buffet. Hatte eine schöne Tanz-Bar als Top mit herrlichem Rund-um-Sicht. Mehrere Decks zum Sonnen. Echter Rasen. Eine Hot-Glass-Show (die man sich schenken kann), eine Disco, großes Gym, Theater, usw. was eben ein modernes Schiff haben sollte/muß! Was uns gefehlt hat: im Umkleide Bereich des Gyms/Spas ein kostenloses Dampfbad, dort gab es nämlich nur eine kleine Trocken-Sauna. In der Kabine am Regler der Klima Anlage einen Abschaltknopf, den gab es nämlich nicht: egal wie man den Regler stellte, es war meist zu kalt. Außerdem erwarte ich von einem modernen Schiff wie diesem, daß wenn die Balkontür längere Zeit offen steht, daß sich die Klimaanlage dieser Kabine von alleine ausschaltet.
Wir hatten zum ersten Mal eine Balkonkabine ganz Achtern, also ganz hinten am Heck, so genannte Sunset-Kabinen, weil man dort wunderschön den Sonnenuntergang beobachten hätte können, ja wenn man nicht bei Zeiten beim Essen sein wollte...:-) Unsere Kabine war eine Concierge Class Kabine, Kategorie C1, Deck 11. Im Vergleich zu anderen Balkonkabinen (z.B. von Royal Caribbean) kam uns diese etwas enger und schmaler vor. Außerdem fehlte Platz um Klamotten unter zu bringen. Außerdem waren wir das letzte Deck dieser Art; über uns waren Suiten etwas nach hinten versetzt, und dort drüber das Außendeck vom Buffet, d.h. die Leute wo außen aßen und senkrecht nach unten geschaut haben, haben direkt in unseren Balkon geschaut, von wegen ein nicht einsehbarer Balkonbereich, wie es im Katalog heißt!!! Ansonsten die Annehmlichkeiten der Concierge Class beinhalten: frische Blumen, jeden Tag einen frischen Obstkorb und jeden Tag zur gewünschten Zeit Canapés.
Wir hatten mal wie so oft Select-Dining oder My-time Dining. Man bezahlt dafür das Trinkgeld im voraus und hat einen Tisch für sich und geht zum Essen wann man möchte. Daraus ergibt sich, anders als bei den beiden festen Essenszeiten, daß man eben keine feste Bedienung hat und auch nicht immer am gleichen Tisch sitzt. Manchmal war der Service gut bis sehr gut, manchmal eben auch nur durchschnittlich. Das Essen war von der Präsentation her sehr schön angerichtet, das Auge ißt ja mit, aber von der Qualität her hatten wir schon bessere Küchen auf hoher See. Im Speziellen waren wir von den Fleischgerichten nicht sehr angetan, meist waren die Steaks zu durch.
Animationsprogramme interessieren uns nicht. Leider war zu oft das Unterhaltungsprogramm auf die ältere Klientel ausgelegt (überhaupt waren uns auf diesem Schiff zu viel älteres Publikum anwesend). Bei den Shows waren uns zuviel Musik und Gesangsnummern dabei. Die beste Show in 14 Tagen war der Jongleur und die "Equinox-Show" am vorletzten Abend. Die sollte man auf keinen Fall verpassen.
Das Gym war groß genug. Eine kostenloses Dampfbad hat gefehlt.
70
Sporty elegant
Classical & elegant
okay
Unser Lieblingsplatz auf dem Schiff war das Solstice Sonnen Deck ganz vorne oben.