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Die Magica ist ein Schiff, das trotz seiner Größe und der Anzahl der vielen Passagieren empfohlen werden kann. Menschen, die zum ersten Mal eine Seereise machen (wie z. B. meine Mutter) fühlen sich auf einem großen Schiff einfach sicherer und sind fasziniert von diesem tollen, großen Hotel. Auch die Tatsache, dass auf Grund von Größe und Stabilisatoren der Seegang ausgeglichen werden kann - soweit das möglich ist - empfiehlt die Magica als "Einsteiger-Schiff"
Die Route rund um das Mittelmeer ist wirklich jedem zu empfehlen. Zum einen, da man in kürzester Zeit einen Eindruck von vielen Ländern erhält, zum anderen weil Hafenstädte eine Faszination besonderer Art ausüben. Kreuzfahrten sind zudem immer eine gute Möglichkeit in ein Land "hineinzuschnuppern", um sich evtl. für einen längeren Aufenthalt dort zu entschließen.
Wer in Neapel anlandet, sollte sich die Stadt ansehen und nicht unbedingt Capri "antun" - es sei denn, er will mindestens einmal in seinem Leben auf Capri gewesen sein. Capri ist nun mal komplett in touristischer Hand. Palermo zu erkunden - vor allen Dingen auf eigene Faust - wie ich dies mit meiner Mutter getan habe - ist ein Traum. Die Menschen dort freundlich und hilfsbereit, jede Form von Bedenken wegen "mafiöser" Um- bzw. Zustände sind überflüssig. Sehr enttäuscht waren wir beide vom geführten Ausflug in Tunis: Das besichtigte Haus in der Altstadt war kostenpflichtig, der Prinzessinnnenpalast ebenfalls, dazu dann noch eine Zwangsbesichtigung einer Teppichweberei - es war schlichtweg zu viel der kommerziellen Ausbeutung. Ich verstehe, dass viele Reiseveranstalter ihre Preise nur deswegen auf relativ geringen Niveau halten können, weil sie mit Subunternehmen vor Ort kooperieren, aber bei den Preisen, die bei den Vor-ort-Ausflügen verlangt werden, empfindet der Reisende Touren dieser Art leider nur als "Abzocke". In Palma kann ich nur jedem eine Bahnfahrt mit der Soler-Bahn empfehlen, ebenfalls auf eigene Faust und mit vielen Eindrücken von der Insel in der (leider immer knappen) Zeit verbunden. Was leider sehr nervig ist - aber der Größe des Schiffs bzw. der Anzahl der Personen nicht zu vermeiden: Die langen Wartezeiten.
Die Magica bietet für jeden Geschmack entsprechende Möglichkeiten: Wer möglichst ungezwungen nur an Deck bzw. in Decknähe speisen möchte, kann dies untertags problemlos tun. Dass das Abendessen auf 2 Schichten aufgeteilt ist, ist manchmal nervig (auch die Tatsache, dass man einen Tisch mit anderen zugeteilt bekommt, die sich während der Reise nicht unbedingt als ideale Gesprächspartner herausstellen), ist aber bei der Größe des Schiffs und der Anzehl der Gäste unvermeidlich. Nervig sind auch die Wartezeiten am Info-Schalter. Egal zu welcher Uhrzeit: Ich musste mindestens 30 Minuten warten - zumal und das war das Unerfreulichste überhaupt - die Kabinenschlüssel, sprich die Codierung der Kabinenchips ständig defekt war. MIt anderen Worten, um in die Kabine zu kommen, war ein vorheriges Schlangestehen nötig. Da ich am Schalter bemerkte, dass dies keinesfalls nur mir so ging, sondern 80 % der Wartenden aus dem gleichen Grund anstanden, sollte man sich ernsthafte Gedanken über die Abschaffung dieses Problems machen.
Die Kabind, die ich mit meiner Mutter bewohnte (mit Balkon) war sehr schön: geräumig, flexibel zu gestalten (getrennte Betten) und trotzdem genug PLatz zum bewegen. Die Betten (Matratzenhärte) absolut in Ordnung, die Möblierung gediegen ohne altmodisch zu sein. Problematisch - wenn überhaupt - war ein gewisser "Zug" unter der Türe hindurch, vor allem, wenn gleichzeitig die Balkontür offen war. Aber das kann man ja selbst steuern.
Sowohl mit der Vielfalt der angebotenen Speisen als auch mit dem Geschmack waren wir zufrieden. Aber eben nur zufrieden. Bereits vor ein paar Jahren hatte ich mit meinem Mann (in der Zwischenzeit leider verstorben) eine Costa-Reise unternommen (Costa Marina). Die Qualität der Speisen der Marina-Küche lag mit ihrer typisch italienischen Würzung und Raffinesse deutlich über dem Magica-Niveau. Alles in allem aber kann man das Gastronomische Angebot als In Ordnung bezeichnen.
Für jeden etwas!
Die Möglichkeiten, sich an Bord sportlich zu betätigen sind vielfältig. Die Joggingstrecke habe ich selbst täglich (bevor oder nachdem alle an Bord waren) genutzt. Ich muss gestehen, eine Runde an der frischen Luft auf offener See zu drehen, ist wunderbar für Kopf und Körper! Auch alle anderen Angebote an Bord (die ich aus Zeitgründen gar nicht nutzen konnte) erschienen mir durchaus verlockend.
Das Problem mit dem "Zimmerschlüssel" habe ich bereits oben erwähnt. Das Personal bemühte sich redlich - lediglich die Unterstellung "jetzt haben Sie das Kärtchen doch wieder in der Nähe einer Magnetkarte gelagert", hat mich am Ende sehr genervt, da ich wusste, dass es defacto nicht der Fall war. Also Codierungsprobleme bitte als Veranstalterprobleme akzeptieren und nicht versuchen, dem Gast den Fehler in die Schuhe zu schieben.
40
Casual
Loose & casual
good
Mein Tipp: Wer es sich zutraut und sich vor der Reise entsprechend über die verschiedenen Hafenstädte informiert, sollte mehr Ausflüge "auf eigene Faust" machen. Die angebotenen Ausflüge sind meiner Meinung nach durchweg überteuert und die Qualität der Reiseführer leider höchst unterschiedlich.