Wir sind für Sie da.
Fantastischer Urlaub. Ich bin total entspannt, hab alles gesehen und gemacht, was ich wollte und bekam bei Abwägung aller Eindrücke und eigener Handlungsmöglichkeiten in der Summe eine hervorragende Dienstleistung. Einzig störend waren einige notorische Nörgler, die es nicht schaffen einen Fehler als Chance zum besser machen und lernen zu verstehen. Und es gab neue Freunde.
Die erste Woche war stürmisch und regnerisch - wie offensichlich üblich - und vor Komlumbien mit Windstärke 12 und zehn-Meter-Wellen versehen: endlich mal richtig Bootche fahren! Cartagena war dann schon sehr sonnig (und eher heiss) und mit ebensoviel Vorsicht zu geniessen, wie Colon in Panama. Trotzdem haben wir alle Ausflüge auf eigene Faust gemacht und dabei meist mehr gesehen und viel weninger gezahlt als bei den Bordbuchungen - gutes Englisch und manchmal gutes Spanisch vorausgesetzt. Ausserdem ist man dann allein oder in Gruppen von max. 10 Leuten unterwegs und meist wesentlich vor allen anderen am Ort um umfänglich geniessen zu können. Wer es schafft in den ersten Tagen eine Gruppe von 4 bis 6 Gleichgesinnten zu vereinen hat die besten Karten. Fahrer und lokale Veranstalter am Hafengate sind vertrauenswürdig und kümmern sich um ein gutes Programm und die Sicherheit. Preise verhandeln nicht vergessen und ein gutes Trinkgeld mit dem verhandelten Preis zum Abschluss geben - davon leben die meisten. Taucher -wir sind keine- haben mit der AIDA offensichtlich das beste Angebot: fast Überall Traumtauchgründe und einen perfekten Rundumservice - allerdings für über 250 € für 3 Ziele x 2 Tauchgänge, oder ein Vielfaches von Preis und Menge - Schnorcheln tut's eben manchmal auch. Ab Bonaire kommt Karibikgefühl auf - Klein Bonair (Fährdienste und Equipment sind ausserhalb des Anlegers verfügbar) ist für ein paar Stunden Strand, schwimmen und schnorcheln ein Traum - alledings ohne Facilities, deshalb Getränke nicht vergessen. Der absolute Hammer ist Grenada: auf & unter Wasser und auf Land (insb. im Regenwald) - und man kann Dank der geringen Größe und guten Infrastruktur fast alles an einem Tag machen. Für La Romana sollte man einen späten Flieger buchen, um noch auf die Isla Solana zu kommen (waren letztes Jahr auf der anderen Karibirkroute da) - echtes Barcadifeeling, organisiert, weil man sonst eventuell nicht rechtzeitig zum Flugtransfer zurück ist. Die fünf Seetage klingen viel - sie vergehen aber leider viel zu schnell.
Oben steht ja schon eine Menge. Deshalb hier nochmal nachgeschoben: Curacao: wie alle Niederländischen Antilleninseln - sehr "kompakt" und langweilig - es sei denn man ist Taucher. Panama: wer zu den Indianern will kommt um eine AIDA-Buchung nicht rum, Panama City, Kanal etc.: Taxifahrer stehen vor dem Pier und machen das für 25 - 50 US$ p.P., und der Kanal ist ein absoultes Muss. Costa Rica: auf Regen einstellen und darüber nachdenken das Land mal für 14 Tage zu Besuchen - die angebotenen Nationalparks sind an anderen Zielen vergleichbar und geben keinen Einblick in das was das Land wirklich ausmacht. Cartatena: vor dem Pier stehen Taxis und Kleinbusse - Festung, Kloster, Innenstadt - im Schatten einer Bar beim Bier dem Treiben zusehen - genial. Fahrer Fragen wo es am schönsten ist. Isla Margarita: ist eher venezuelanisch als karibisch - wer an Land ausser einer mehrstüngigen Rundfahrt sich auch abseits der Touriplätze bewegen möchte, sollte neben US$ vor allem Bolivars in der Tasche haben - die Insel ist eine Zollfreizone, daher kann man sehr gut einkaufen. Die lokalen Supermärkte, Fashion Stores usw. sind super (alle lokalen, US und europäischen Produkte) akzeptieren aber ausschießlich die lokale Währung Bolivar. In Cartagena und in der Freihandelszone in Colon waren die Preise z.T. noch niedriger und alles ging problemlos mit US$. Kingstown: es gibt hier nicht wirklich was zu sehen - ausser man mag, wegen der Berge, aus denen die Insel zu 100% besteht, drei- bis vierstündige Fahrten über Straßen, bei denen die Serpentinen bereits in der Stadtmitte anfangen. Neben einem eher mässigen Angebot (Waren, Dienste, Bars, Restaurants) ist die Insel darin auch noch exorbitant teuer. Wie üblich gilt für alle Häfen und Ziele: vorher gut über lokale Angebote und Sehenswürdigkeiten/Touren informieren - an Bord gilt: nur wer zugeknöpft ist verkauft eigene Touren. Information besteht aus Werbung mit bunten Bildern ("Info"film) ohne detaillierte Auskünfte - insb. Kartenmaterial gibt es, wenn überhaupt nur am späten Vorabend und das in einer miesen Qualität. Siehe hierzu meine nachstehende Bewertung.
Das Schiff hat mit ca. 600 Kabinen, also etwa 1200 Gästen, drei Restaurants, vier Bars, 12 Decks &&& einen absolut überzeugende Größe und Ausstattung. Ideal zum Kennenlernen netter Menschen. Alles ist familiär - das Personal top und immer mal wieder eine Gratuity wert. Ich stelle mir gerade den Massenbetrieb auf den neuen AIDA-Schiffen mit 2500 Gästen vor: grauenhaft!
Innenkabine, Mitte, fünftes Deck. Nur 14 qm, die Raumaufteilung ist aber sehr gut durchdacht - die Dusche im Bad einfach klasse. Bei Sturm gibt es hier nur Rollbewegungen - sehr angenehm, im wahrsten Sinne des Wortes, wie auf einer Schiffschaukel. Man ist hier nur zum schlafen. Ich war zufrieden. In Bug- und Hecknähe hebt man bei Orkanstärke im Bett schon mal ab, Fernseher sind auch schon runtergefallen. Und 10-Meter-Wellen, die gegen die Schiffswand prallen machen das dort auch recht laut, so dass man ggf. ein paar Nächte kein Auge zutut - wie Mitreisende berichteten.
Typisch Buffet - riesig und vordergründig vielfältig, aber in einem 14-Tage-Zyklus betrachtet: mehr als 60% Standard was Nachtisch, Brot, Wurst, Marmaladen, Kartoffeln (meist nicht gargekocht), Reis, Nudeln, Salate, Obst (Apfel, Orange, Mandarine und fast immer Melone, Ananans, wenig Trauben, sehr wenig Erdbeeren) und Gemüse (manchmal bissfest wie Rohware) anging - dort zwar eine gewisse "Breite" aber wenig Variation. In der Deko -die auch zum Verzehr gedacht ist, was nur wenige wissen- liegen manchmal Exoten wie Pytahaja, Karambole etc. Tip: abgreifen und essen - sie liegen meist nicht länger als einen Tag dort und dann nie wieder. Die angeboten Fleischqualitäten (Rind, Schwein, Hirsch, Wildschwein etc.) würde ich bei meinem Metzger nicht kaufen. Der Bierhahn (einer!) ist inzwischen auf höheren Druck gestellt (war nicht immer so), es bilden sich aber immer noch lange Schlangen. Tip: auf Deck 9 gibt es am Eingang versteckt noch einen, an dem fast niemand steht. Und das Bier ist gut! Der O-Saft ist unterirdisch - schade wenn man frühstücken möchte. In aller Regel gut bis exzellent sind alle Eierspeisen (der Frühstückskoch macht sie nach Wunsch und frisch), alles aus Geflügel, das ganze Krabbelzeug aus dem Meer, (Edel-)Fische und der Hummer am Abschiedsabend. Ausserdem die Suppen und frisch gebackenen Brote, Pizzas. Hervorragend: die angebotenen Öle, Essige, Saucen - man muss sie aber selbst vom Podest holen. Eine Besonderheit: Bananenketschup - genial - gibt es nur hier und auf St.Lucia. Kuchenliebhaber freuen sich über täglich mehrere Kuchenbleche verschiedenen Art (sind wirklich gut) und 10 - 16 verschiedene Torten. Der Kaffe ist gewöhnungsbedürftig. Dafür gibt es ein tolles Teeangebot zum selbermachen. Zudem das Wasser, der Rot- und Weiswein zum Essen: beim Wein, da gehen viele Liter die Kehle runter, und er bereitet keine Kopfschmerzen - insofern muss die Qualität in Ordnung sein. Er käme aus Protugal, wo traditionell nur Cuvees aus bis zu 46 Sorten produziert werden. Nun denn, er hat gemundet. Man bekommt natürlich auch "nachvollziehbare" Weine, so ab 25 € die Flasche - fast ohne obere Preisgrenze. Die Bars reihen sich in vieler Hinsicht in die höhere Kategorie ein, allerdings nicht bei der Komposition von Cocktails - die einfallslos sind und scheusslich aussehen. Der Tischwein wird dort für 4,90 € je Glas ausgeschenkt - nur mal so als Anhaltspunkt. Absolut Positiv: die Kellner - ein ganz dickes Lob, diese Leute arbeiten für sehr wenig Einkommen, und sind trotzdem fröhlich, aufmerksam und absolut zuvorkommend. Das Gleiche gilt für viele andere im Spa, im Housekeeping und an anderen Stellen. Mit den richtitigen Leuten am Tisch macht das eine unvergessliche Atmosphäre und Spass.
Naja, die Akteure werden für die Shows zentral in Hamburg ausgebildet. Und es sind Profis.
Existiert. Sobald man ein paar Leute kennen gelernt hat, hat man dafür keine Zeit mehr - laufen und radeln usw.. Entsprechend gering ist die Zahl der Geräte. Die Leute im Wellnessbereich arbeiten sehr profesionell und sind wirklich gut und absolut zuvorkommend. Der Pool: wow - kaum hat es ums Schiff Wellengang, schon leer. Macht aber nichts - das Ding ist eh eher eine Pfütze als ein Wasser zum Schwimmen. Sonnenliegen: viele, trotzdem zu wening - dafür aber mir Hautkontakt zum benachbarten Sonnenanbeter. Besser wurde es allerdings bei Regen! Ich kam wie wohl auch mehr als die Hälfte der andern Gäste ohne den Poolbereich aus: ehrlich, da gibt es an Bord andere Stellen die wesenlich attaktiver sind - und braun wird man auch so.
Perfekte Organisation. Ohne wenn und aber. Etwas störend war der Clubchef am Abflugschalter, der unbedingt die priviligierten Ausflusgbucher bevorzugt abgefertigt wissen wollte und andere, auch mich, trotz leerem aber besetztem Schalter am Einchecken hindern wollte. Nur: auf dieser Maschine hat kein einziger Passagier einen Ausflug gebucht, weil es zeitlich gar nicht ging! Ich hab mich vom Einchecken nach diesen Überlegungen nicht mehr als fünf Minuten abhalten lassen. Überhaupt ist die unterschiedliche Behandlung von Gästen bei der Sitzplatzreservierung fragwürdig. Die Bevorzugungs-/Abstrafungspraxis, an einingen weiteren Stellen spürbar, ist für eine solche Kreuzfahrt unwürdig.
60
no recommendation
Loose & casual
good
Keine Kreuzfahrt ohne umfassende und gründliche Vorbereitung (Reiseliteratur, Internet: Blogs, Chats, freie Community-Sites, offizielle Tourismusseiten der Zielorte). Kreditkarte mit nehmen. Amexco-US$-Reiseschecks (für ein Paar etwa 40 bis 60 $ pro Tag) mit nehmen und an Bord 1:1 in US$ tauschen (neuerdings mit 0,50 € Gebühr, macht aber nichts, weil der Wechslekurs immer noch bestechend günstig bleibt). Euro-Reiseschecks sind witzlos, wenn man eine Kreditkarte hat. US$-Banknoten in 1, 5, 10 un 20 $ von zu Hause mitnehmen (für ein Paar etwa 20 bis 30 $ pro Tag) Keine Euros an Bord in US$ tauschen oder umgekehrt. Für Venezuela einige Bolivars und Kolumbien einige Pesos von zu Hause mit nehmen (falls was im Supermakt zu kaufen ansteht). Vor Ort kann man nur mit Kreditkate oder US$ bei Banken tauschen - die haben oft zu und wenn auf, dann verlagen sie den Reisepass, der Sicher an Bord aufgehoben wird. Was man in den Geschäften in Panama, Komumbien, Venezuela und Grenada kaufen kann, braucht man nicht teuer an Bord oder in der Flughafen-Duty Frees zu bezahlen. Rucksack, auch für die Badetücher, nicht vergessen. Kopfhörer für das Bordkino beim Flug nicht vergessen. Wer über 180 cm gross ist sollte dringend über Premium Economy oder Comfort Class nachdenken, sehr frühzeitig. Nichts über 100 ml ins Handgepäck !!!!! ... sonst weg. Es gibt garantiert noch einige Sachen, die zu erwähnen wären, die ich aber auch schon wieder vergessen habe bis es mir bei der nächsten Reise wieder einfällt - meist zu spät. Eine Kreuzfahrt findet auf Hoher See statt - wer das nicht verträgt, kann sollte anderen Urlaub machen, oder beim ersten Versuch bei Seekrankheit gelassen bleiben - es ist bei den meisten Fällen ein Kopfprobelm, man kann es oft mental lösen. Ansonsten haben mir viele Ängstliche gesagt, das die Angst das schlimmste war - die Seekrankheit selbst blieb aus. Und die überwältigende Mehrheit hatte damit sowieso kein Problem.