Wir sind für Sie da.
Sehr schönes Schiff, sehr groß, viel Platz auf den Außendecks, allerdings (für uns) mangelhafte Kinderbetreuung. Sehr freundliche Crew, gutes Ambiente.
Wir fuhren von Hamburg nach Kopenhagen, anschließend sollte es nach Oslo gehen, allerdings wurde aufgrund der Ereignisse des 22.7. die Route kurzfristig nach Kristiansand (Norwegen) geändert. Anschließend ging es nach Invergordon (Schottland), dann nach Le Havre, Dover, Amsterdam und zurück nach Hamburg. Am besten gefiel uns der Hamburger Hafen, gefolgt vom Anleger in Invergordon und Amsterdam.
Das Schiff wirkt sehr groß, ist für 3470 Passagiere ausgelegt, allerdings kann man sich auch gut auf den 14 Decks "aus dem Weg gehen". Es gibt sehr viel Platz auf den Außendecks, man findet eigentlich immer eine Liege. Das Schiff ist jetzt 7 Jahre alt, hier und da merkt man das auch an abgeblätterter Farbe und diversen Schönheitsreparaturen. Allerdings wird alles tiptop in Ordnung gehalten, ständig werkelt irgendwo jemand herum. Das Ambiente ist sehr "vergoldet", das kann gelegentlich zuviel für's Auge sein... Die Ausstattung ist sehr gut, diverse Bars, eine Diskothek, ein Internet Cafe, eine kleine Shopping Mall, Casino, Wellness, diverse Pools, sogar ein "Hallenbad". Getränke muß man zusätzlich zahlen, das kann ganz schön ins Geld gehen, da sind die diversen Getränkepakete sehr zu empfehlen.
Wir waren auf einer Innenkabine mit vier Betten auf Deck 9. Die Oberbetten waren sehr eng und knarzten und quietschten bei jeder Bewegung, da könnte man sicherlich nachbessern. Ein Safe ist vorhanden, die Klimaanlage arbeitet sehr gut und fast unhörbar, der Fernseher spielt fast auschließlich nur italienisches Programm, allerdings kann man auch interaktiv tätig werden und z.B. die Reiseroute angucken, oder die Bordkontobewegungen verfolgen. Das Badezimmer ist ausreichend groß, zwei Leute treten sich aber schon auf die Füße. Unsere Kabinenstewardess Rona (von den Phillipinen) war superklasse, sehr freundlich, sehr hilfsbereit, zweimal täglich richtete sie die Kabine tiptop her und hatte sogar noch allabendlich eine kleine Überraschung für die Kinder parat in Form von besonders gefalteten Handtüchern. 6 Sterne für Rona!
Das Frühstücksbuffet ist gut und sehr ausreichend, wer da nix für sich findet, ist selber schuld. Mittags aßen wir einmal im Restaurant Costa Smeralda und waren sehr enttäuscht, trotz klangvoller Namen schmeckte das Essen nach fast nichts, lediglich das Dessert war ok. Hingegen steigerte sich das Essen am Abend (1. Sitzung, Costa Smeralda) von Tag zu Tag erheblich und hatte teilweise Spitzen-Niveau, insbesonder die Desserts waren eine Wucht. Es gibt diverse Bars, da ist für jeden etwas dabei. Bier und Cocktails und Softgetränke waren ok, da gab es nichts zu beanstanden.
Wir waren diverse Male abends im Theater und wurden mit sehr gutem Showprogramm entlohnt (Shanghai Stars - sehr spektakulär!). Disco, Casino und Bibliothek haben wir nicht besucht. Die Animation an Deck war uns viel zu laut und kreischig, der "Bayrische Nachmittag" setzte dem Ganzen noch die Krone auf... Nun zur Kinderbetreuung: Am ersten Abend mußte man die Kinder im Squok-Club anmelden, sie bekamen dann auch ein Armband zwecks Wiedererkennung und Wiederfindens und es wurde erzählt, was man denn so mit den Kindern vorhat, ein "Kinderprogramm" des Sqouk-Clubs lag auch in der Kabine aus. Auf den ersten Blick machte das alles einen netten Eindruck. Als ich dann meine kleine Tochter (3 1/2 Jahre alt) am zweiten Tag zum ersten Mal hinbrachte, begleitete ich sie in den Club und setzte mich einfach mal hin und schaute dem Treiben zu. Auf mich machte das Ganze einen sehr unkoordinierten Eindruck, die Kinder liefen eigentlich nur herum, es gab sehr wenig Spielzeug, in der Ecke plärrte ein Fernseher mit einer DVD eines italienischen (!) Filmes und die Betreuer sprachen leider so gut wie kein Deutsch, es ging auch niemand auf meine Tochter zu. Die einzige deutsche Betreuerin war sinnigerweise für die Teens von 13-17 Jahren zuständig (die können ja wohl am ehesten Englisch oder andere Sprachen!), so daß ich den Eindruck hatte, daß man da wohl ein wenig überfordert war. Meine große Tochter (7 Jahre) kam dann irgendwann dazu, aber auch um sie hat sich niemand gekümmert, sie schaute dann zwar fasziniert dem italienischen Zeichentrickfilm zu, verstand aber logischerweise nichts. Wann immer ich im Laufe der Kreuzfahrt in den Sqouk-Club hineinschaute, bot sich mir das eben beschriebene Bild und meine Töchter hatten sehr schnell gar keine Lust mehr, da weiter hin zu gehen. Schade, das haben wir z.B. auf der MSC Opera ganz anders erlebt, da wurde mit den Kindern gespielt, gebastelt, gesungen, eine Kinderdisco mit Verkleiden veranstaltet und es standen jede Menge Spielzeug und vor allem auch Spielgeräte(!) zur Verfügung. Hier muß Costa dringend nachbessern, nebenbei: es fahren ja wohl nicht nur Italiener auf dem Schiff mit...
S.O.
Da wir ausschließlich die Pools nutzten, nur soviel: alles ok.
Der Service an Bord ist sehr gut, man hatte immer ein offenes Ohr und bemühte sich, Dinge zu regeln. Mit Englisch kam man sehr gut klar, diverse Mitarbeiter reden auch (teilweise gebrochen) deutsch. Der Check-Out war eine einzige Katastrophe: Man bekam Kofferanhänger mit einer bestimmten Farbe und es hieß, man solle sich zu einer bestimmten Uhrzeit je Farbe im Restaurant Portofino treffen. Die deutschsprachigen Hosts Sebastian und Isabella würden dann durchs Auschecken führen. Wir gingen irgendwann kurz vor unserer Zeit in dieses Restaurant, es war gerammelt voll mit Leuten, die teilweise sehr entnervt dreinschauten. Sebastian und Isabella standen auf einer Empore herum und unterhielten sich mit irgendwelchen Leuten, es gab keine Ansage, man wußte überhaupt nicht, woran man war. Das Ganze ging ca. eine halbe Stunde so weiter (wir lagen wohlgemerkt schon seit zwei Stunden am Liegeplatz!), und durch Mund-Propaganda bekamen wir dann mit, daß die Farbe, die vor uns dran war, noch nicht fertig ausgecheckt hatte (unsere war aber schon seit einer halben Stunde überfällig). Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich ging zu Isabella (Sebastian war mittlerweile längst verschwunden) und bat sie , doch mal bitte eine Durchsage zu machen, was hier überhaupt los sei. Sie brummelte irgendwas in ihren nicht vorhandenen Bart, griff dann aber doch zum Mikrofon und sagte, daß "Rot" jetzt bitte auschecken könne. Wir hatten "Grün", die Farbe danach... In diversen bissigen Gesprächen einiger Gäste mit Isabella bekam ich mit, daß sie meinte, naja, man könne die Leute ja nicht festhalten, wer unbedingt wolle, müsse halt schon gehen etc. Nach einer weiteren halben Stunde durften wir dann auch endlich von Bord. Für Leute, die Anschlußzüge oder -flüge gebucht hatten, ein absoluter Alptraum. Das ging bei MSC auch um ein Vielfaches besser: Auscheckzeit - Anstellen - runter von Bord, zack. So nicht, Costa!
40
Casual
okay