Wir sind für Sie da.
Die Reise war insgesamt sehr schön. Wegen der überteuerten Nebenkosten für Getränke, Essen, Bingo etc. sowie aufgrund des totalen Fehlens eines organisierten Sportangebots würden wir das Schiff dennoch nicht weiterempfehlen, da wir mit anderen Anbietern ein ausgewogeneres Angebot erlebt haben.
Von Barcelona über Funchal auf Madeira, Santa Cruz - Teneriffa, Arrecife - Lanzarote und Málaga zurück nach Barcelona. Vor allem Madeira hat uns gut gefallen und die Kanaren waren in der Wintersaison ein willkommener Ort zum Aufwärmen. Lanzarote hat ein paar hübsche Sehenswürdigkeiten und auch sehens- und schmeckenswerten Weinbau. Teneriffa ist allerdings als Schiffsreiseziel völlig unnötig, da es dort wenig Sehenswertes gibt und die Strände im Süden sind, während der Hafen im Norden liegt. Málaga ist sehr schön und der Ausflug zur Alhambra teuer, aber lohnenswert.
Der Ausflug zu den Weingütern auf Lanzarote war für uns als Weininteressierte sehr schön. Die Rundfahrt auf Mareira mit Weinprobe war unspektakulär, aber ebenfalls sehr informativ. Der Ausflug zur Alhambra war sehr schön und auf jeden Fall den hohen Preis wert. Alle Ausflüge waren sehr gut organisiert und hatten gute Reisebegleiter. Zwei davon auf Deutsch und alle gut verständlich. Respekt.
Das Schiff wirkte schon ein bischen älter und an manchen Stellen etwas abgenutzt, war aber vom Gesamtzustand sehr ok und auch recht hübsch dekoriert. Es gab eine Menge verschiedener Restaurants, von denen allerdings nur die wenigsten inklusive waren. Die Extrakosten fürs Essen und andere Dinge waren zudem extrem hoch und grenzten für unseren Geschmack an Nepp.
Wir hatten eine Balkonkabine, die relativ klein, aber gemütlich war. Die Ablageflächen waren etwas knapp und auf der Toilette musste man die Beine anziehen. Dafür war die Dusche relativ großzügig. Bei Seegang knarzte es in der Kabine so laut, dass es störend für den Schlaf war, von den Nachbarn oder aus dem Gang hörte man jedoch nichts. Der Kabinensteward kam mehrmals unangemeldet in die Kabine gestürmt, um verschiedene Verrichtungen zu machen. Hier ging der Arbeitsablauf, wie auch an anderer Stelle, offenbar vor der Diskretion gegenüber den Gästen. Das fanden wir etwas unhöflich. Grundsätzlich waren aber alle Angestellten sehr nett, wenn auch häufig eher bemüht als wirklich hilfsbereit.
Die Speisen fanden wir alle sehr lecker, in allen Restaurants. Allerdings hatten die Bezahl-Restaurants doch deutlich höherwertigeres Essen, während in den Inklusiv-Restaurants oft nur gute Hausmannskost gereicht wurde. Nachvollziehbar, aber das haben wir schon besser erlebt. Das Teppanyaki war aber auf jeden Fall schon als Gesamterlebnis den Preis wert. Weine sind aber zum Essen grundsätzlich überteuert und witzigerweise an der Bar günstiger. Unverschämt und wenig nachvollziehbar.
Die Shows fanden wir sehr gelungen und zudem mit täglich wechselndem Programm sehr abwechslungsreich. Ansonsten wurden jedoch nur wenig Aktivitäten geboten. Insbesondere Sport wurde gar nicht organisiert. Auch gab es wenig besondere Veranstaltungen wie Parties, Barbecues o. ä. auf dem Schiff und manches ist auch einfach ausgefallen. Bingo und Casino war von den Preisen auch eher für Großgrundbesitzer und reihten sich in den vielfach beobachteten Nepp ein.
Es gab einen Fitnessraum und einen Sportscourt. Damit ist das Angebot leider vollständig beschrieben. Die vornehmlich älteren Gäste hat's wohl nicht gestört, uns schon.
Service wurde im Gegensatz zur sehr guten Freundlichkeit leider nicht groß geschrieben. Wenn die Angestellten denn mal verstanden haben, was man wollte, hieß es meist, geht nicht. Auch waren die Kellner (und wohl auch die Übersetzer:-) mit der freundlicherweise angebotenen deutschen Karte überfordert, so dass man auf diese getrost verzichten konnte.
60
no recommendation
Classical & elegant
poor
Telefon und Internetkosten waren der Obernepp und so teuer, dass es selbst den Angestellten peinlich war. GSM Netz funktionierte zudem nur sehr schlecht an Board, so dass man besser auf den nächsten Hafen zum Telefonieren und Surfen wartet. Einen wundervollen Ausblick hat man am Heck im Great Outside. Das war unser Lieblingsplatz. Warme Klamotten in dieser Saison sind dort windbedingt aber Pflicht.