Wir sind für Sie da.
Eine Kreuzfahrt machen wir sicher wieder, aber nicht mehr mit MSC. Man sollte doch lieber etwas mehr Geld ausgeben. Dann bekommt auch mehr und kann den Urlaub wirklich genießen.
Wir hatten eine Balkonkabine auf Deck 12 im hinteren Bereich des Schiffes. Die Kabine empfanden wir im Vergleich zu bspw. AIDA sehr klein. Der Balkon war ok, aber leider nicht sauber. Es lag auch noch ein Stück von einem alten Wischmop in der Ecke. Merkwürdig, wie man den übersehen kann bei der Reinigung. Als Manko in der Kabine sehen wir die Wolldecken mit Laken im Bett. Das ist nicht sehr hygienisch. Hier würde ich definitiv reguläre Bettwäsche bevorzugen. Auch sind die Matrazen sehr hart. Wir haben hier leider nicht sehr gut geschlafen. Außerdem gibt es einen Duschvorhang im Bad, was auch sehr gewöhnungsbedürftig ist. Hier kenne ich von anderen Reedereien feste Duschkabinen mit Glaswänden, was wesentlich wertiger ist. Der Schrank ist außerdem sehr klein. Für eine Kurzreise passt es, aber ich wüsste nicht wie ich meine Kleidung bei einer längeren Kreuzfahrt unterbringen sollte.
Hier kommen wir zum unserer Meinung nach größten Manko von MSC. Die Qualität der Speisen ist wirklich unterstes Niveau. Das Fleisch wird oft totgebraten oder ist zäh. Vieles ist sehr fettig und gesunde Dinge sind eher wenig vorhanden. Die Speisekarte der à la carte Restaurants liest sich zunächst gut, aber dass, was man dann serviert bekommt, ist eher einen Enttäuschung. Meist finden sich die gleichen Sachen, die es im à la carte Restaurant gibt, auch im Buffetrestaurant in den großen Behältern wieder. Auch bietet das Essen wenig Abwechslung. Und das billige Plastikgeschirr im Buffetrestaurant macht auch nicht gerade Appetit. Die Säfte, die kostenlos bereitstehen, bestehen aus reinem Konzentrat und sind ungenießbar. Ebenso ist der Kaffee leider sehr schlecht. Insgesamt wirklich eine große Enttäuschung. Hier bietet AIDA und auch Mein Schiff deutlich mehr. Und auch die Sauberkeit im Bufferestaurant Sahara lies sehr zu wünschen übrig. Der Müll türmte sich oft an den Tischen und wurde nur langsam von den Kellnern abgeräumt, so dass man sich meist an völlig verdreckte Tische setzen und selbst die Überreste vom Vorgänger zur Seite schieben musste. Das beste war dann die Entleerung der Tischabfalleimer. Ein Kellner mit übergroßem Tablett ging herum. Auf dem Tablett türmten sich schon die Abfälle der bereits entleerten Eimer. Dieses Tablett stellte er neben uns (wir aßen gerade) auf den Tisch und entleerte dann den nächsten Eimer darauf. Da vergeht einem wirklich alles! Auch schön ist zu beobachten wie mit ein und demselben Lappen erst Tische abgewischt werden, dann Automaten, dann hinter den Automaten und dann wieder die Tische und dann wird er einfach an einem Automaten liegengelassen...Kein Kommentar!
Die Show am ersten Abend im Theater war gut. Und die klassische Musik an einem der Abende im Atriumsbereich hat uns auch sehr gut gefallen. Dort haben drei Frauen klassische Musik mit Klavier, Geige und Kontrabass gepsielt.
Die meisten Mitarbeiter haben leider kein Lächeln für einen übrig. Sie machen ihren Job und das wars. Der Gast wird eher in der Masse gesehen und wenn man ein persönliches Problem hat, wird sich genervt oder gar nicht um eine Lösung bemüht. Die einzigen Mitarbeiter an Bord, die wirklich stets freundlich und bemüht waren, war das Hauskeeping. Unser Roomboy war immer nett und freundlich. Nachdem unser Fön am ersten Morgen direkt durchgeschmort war und wir bei der Rezeption um Ersatz gebeten hatten, der uns auch versprochen wurde, es aber leider nichts passierte, war es der Roomboy, der schnell jemanden rief, der uns einen neuen Fön angeschlossen hat.
Da es nur eine Kurzreise war, haben wir den Sportbereich nicht genutzt. Wir haben uns den Fitnessbereich aber angesehen und der sah sehr gut ausgestattet aus.
Der überdachte Poolbereich ist gleichzeitig Bar- und Aufenthaltsbereich für viele Gäste. Hier ist es meist laut und überall springen Kinder herum. Entspannen lässt es sich hier leider nicht. Und der Wellnessbereich mit Sauna und weiteren Whirlpools ist nur gegen einen relativ hohen Aufpreis möglich. 16 Euro pro Stunde, was wir gemessen an dem niedrigen Gesamtpreis der Kreuzfahrt und dem doch eher einfachen Niveau etwas überzogen finden.
Der Serive beim Check-in/Check-out war ok, aber das haben wir auch schon freundlicher bei anderen Reedereien erlebt. Z.B. bei AIDA und TUI Cruises. Bei MSC scheint es für die Mitarbeiter einfach nur ein Job zu sein, der Ihnen nicht übermäßig viel Spaß macht. Mit Leidenschaft und Freude sind sie leider nicht dabei. Das gilt vor allem auch für die Kellner an Bord. Ein Lächeln und gute Laune findet man hier leider nur selten, auch wenn man selbst proaktiv freundlich auf die Menschen zugeht. Meist kommt man sich eher lästig vor. Wenn man sich das Benehmen einiger Gäste anschaut, ist die mangelnde Motiviation und Freundlichkeit der Mitarbeiter allerdings auch nachzuvollziehen. Da sind die meisten wahrscheinlich mittlerweile einfach abgestumpft. Außerdem als Kritikpunkt ist zu nennen, dass wir mit der Buchung unserer Reise die erste Tischzeit bestätigt bekommen haben. Beim Check-in hatten wir dann aber die zweite Tischzeit auf unserer Karte stehen. Wir mussten uns dann für ca. 45 Minuten in eine lange Schlange vor dem Restaurant einreihen, wo wir dann auf einen Mann im Restaurant trafen, der uns sagte, dass das, was bei Buchung in der Bestätigung steht, sowieso nie gilt. Man muss das immer auf dem Schiff erst bestätigen lassen. Wirklich toll! Und mit diesem ganzen Prozedere waren wir dann so lange beschäftigt, dass wir den Empfang und die Vorstellung für die neuen Gäste im Theater verpasst haben. So fängt der Urlaub schon toll an, wenn man direkt nur warten und Dinge korrigieren lassen muss. Dass hatten wir wirklich vorher bei anderen Reedereien noch nie erlebt. Dort kommt man an und der Urlaub beginnt sofort.
50
Casual
Loose & casual
okay
Less than 50 € per day
Die Reederei sollte sich darum bemühen ihre Mitarbeiter besser zu schulen und zu motivieren. Der Service und die Freundlichkeit der Mitarbeiter sind für einen schönen Urlaub ein sehr wichtiger Faktor. Auch sollte die Organisation an Bord verbessert werden. Allein der Check-out war das reinste Chaos. Man hat generell das Gefühl, dass noch viele Prozesse im Ablauf optimiert werden können. Vor allem aus Erfahrung mit anderen Reedereien.