Wir sind für Sie da.
Eine Reise, die wir uns so vorgestellt hatten und die uns auch nicht enttäuscht hat. Es hat alles gepasst und wer ehrlich ist, der weiß, dass nicht immer alles 110% = deutsch, läuft. Es war die zweite Reise mit MSC und nicht zwingend die letzte. Aber jetzt kommen erst mal AIDA, Celebrity, Costa und andere zum Zug. Man muss halt mal vergleichen und bisher kam noch keiner an unsere Reise auf der „Navigator Of the Sea“ ran.
Eigentlich war die Route sehr schön, da es aber meistens nur halbtägige Liegezeiten gab und diese meist ab 7:00 Uhr anfingen, war es doch eher zu kurz. Besser wäre wohl besser einen oder auch zwei Stopps auszulassen. Für uns persönlich war es aber völlig ausreichend und wir haben uns den Stress mit den frühen Ausfahrten erst gar nicht gemacht, da sie auch viel zu teuer waren. In Venedig war genug Zeit um die Altstadt zu erkunden, für Museen war es zu knapp, aber der Rückweg mittels Wassertaxi war sehr schön. Bari und Korfu waren zwei Stopps zum Bummeln. Santorini war etwas überfüllt aber das Warten auf die Seilbahn ist doch sehr zu empfehlen. Der Eselritt war zwar spannend aber nicht ohne, zu Fuß würde ich es besser nicht empfehlen, da die Tiere keinen Millimeter ausweichen, nur weil ein Mensch kommt. Mykonos bei Nacht ist sehr schön, evtl. kann man sogar den Sonnenuntergang beobachten. Piräus war zu warm und wurde an Board verbracht, wir fahren die Tage nochmal hin ;-). Katakolon ist eher was zum Baden, aber Badeschuhe nicht vergessen, da Kiesstrand und Seeigel. Dubrovnik hat eine sehr schöne, sehenswerte Altstadt, wenn es nicht zu heiß ist, kann man gut zu Fuß gehen oder den Bus für 8 Euro nehmen.
Zu teuer, viel zu früh -> deshalb alles auf eigene Faust durchgeführt. Shuttle-Bus zu 8 Euro eigentlich zu teuer aber man sollte es besser nutzen. In Mykonos gibt es keinen Fußweg in Dubrovnik kann es zu weit werden, wenn die Sonne zu stark brennt.
Das Schiff erscheint im Allgemeinen sehr gepflegt, das Personal ist eigentlich immer bemüht es allen recht zu machen. Teilweise sind die Mitarbeiter aber auch übermüdet oder was auch immer und stehen gerne mal rum. Es ist halt sehr südländisch angehaucht – komm ich heute nicht komm ich morgen. Andererseits ist das Ganze nicht zu Aufdringlich. Es wird ständig irgendwo, irgendwas gereinigt, gestrichen oder repariert, wobei es möglichst keine Einschränkungen für die Gäste geben soll. Das Deck ist bei Feuchtigkeit, meist aus dem Pool, sehr rutschig, auch mit Schuhen kann es schnell gefährlich werden. Liegen sind eigentlich immer genug da, nur nicht immer im Schatten. Wem es zu laut wird, der Italiener an sich liebt den Krach ja sehr, der sollte versuchen hinter dem zweiten Pool oder evtl. auch am Heck – Deck-12-15 ein lauschiges Plätzchen zu finden. Schatten ist eher wenig vorhanden, also immer an die Sonnenmilch denken! Die über 3000 Gäste an Board, sind letztendlich überall verteilt und fallen, aufgrund der Größe des Schiffes, nicht mehr auf, als auf kleineren Schiffen mit entsprechend weniger Gästen. Da über Ferienzeit ist, sind entsprechend viele Kinder an Board, die natürlich auch ihren Spaß haben wollen. Wen das stört, der sollte dann besser zu anderen Zeiten fahren. Für uns war es in Ordnung, und man konnte sich ja auch anderswo hinlegen.
Wir hatten eine Balkonkabine auf Deck 12. Da oberhalb der Liegenbereich ist, hatte man häufiger Geräusche von oben, auch früh morgens. Es ist also eher Deck 11 zu empfehlen. Am Heck gibt es auch einige Kabinen, da wir dort auch häufiger auf den Liegen zugebracht haben, glauben wir, dass man sie besser nicht buchen sollte. Das Schiff macht ständig rüttelnde und vibrierende Bewegungen und Geräusche, die am Heck fast noch am schlimmsten sind. Die Kabine war ordentlich eingerichtet, es könnte aber mehr Regalplatz geben. Das Bad hatte eine ordentliche Größe und war soweit OK, was hier fehlt ist ein Stromanschluss für E-Geräte, es gibt nur eine Rasierersteckdose. Die Decken und Bezüge könnten mal erneuert werden, man kann ihr Alter schon erahnen. Handtücher wurden tatsächlich nur getauscht, wenn sie auf dem Boden lagen. Klimaanlage läuft rund um die Uhr, egal ob Fenster auf oder ob es Nacht ist. Wenn es einem zu kalt erscheint, muss man halt auf warm stellen. Zum Glück war sie kaum lauter als das Schiff an sich. Balkon war sehr schön, Größe ausreichend und die Bast ähnlichen Stühle recht bequem. Das Kabinenpersonal hat man leider nicht kennen gelernt, aber immer wenn man vom Frühstück oder Abendessen kam, war das Zimmer entsprechend hergerichtet.
Die Gastronomie ist zweigeteilt, oben auf Deck 13 im Selbstbedienungsteil ist es laut, oft überfüllt und leicht unübersichtlich. Der Platz ist aber trotzdem nett, besonders während der Fahrt, weil man sehr schön nach draußen schauen kann. Das Essen ist schmackhaft, aber eher wenig abwechslungsreich. Die beiden Hauptrestaurants auf Deck 5 + 6 sind leider ebenfalls sehr laut, da hier der Schallschutz doch eher gering ausgefallen ist – leider. Dieses hatten wir aber auch schon auf der Lirica zu bemängeln. Ein Gespräch am 8-ter Tisch war eigentlich nur zur linken oder rechten Person möglich ansonsten war sehr lautes Sprechen erforderlich. Die Bedienung gab sich mühe alles ordentlich zu machen, hatte aber Probleme alle Tische in angemessener Zeit zu bearbeiten. Wein musste man schon selbst nachfüllen, ein neues Bier konnte schon mal dauern, da man es bei niemandem bestellen konnte. Das gab es bei Royal Caribbien nie. Der Preis passt somit, wie so oft auch, zur Leistung. Das Essen war ausreichend, schmackhaft und abwechslungsreich aber nichts besonderes. Am Gala-Abend gab es einmal auch Riesengarnelen, allerdings waren diese noch von ihrer Schale zu befreien. Mit altem T-Shirt sicherlich kein Problem, wen interessiert da schon ein Spritzer, nur im Anzug, da ist das schon was anderes. Und die Krönung war, dass eine leckere Soße noch über die Garnelen gegossen war. Diejenigen, die sich dieses Essen bestellt hatten, waren doch leicht sauer. Man möge dieses aber bitte nicht als ein generelles Problem sehen, es war letztendlich die Spitze eines Ausreißers. Frühstück im Restaurant 5/6 ist um einiges ansprechender, da ruhiger, als im Selbstbedienungsteil Deck 13. Das Essen war ähnlich und man wurde auch noch bedient. Für einen angenehmen Start in den Tag einfach ein Muss. Kaffee und Kuchen ab 16:00 Uhr und Mitternachtsbuffet ab 0:15 Uhr waren sowieso zu viel, aber wer‘s braucht oder mag, der kann halt rund um die Uhr Essen. Getränke sind wie immer nicht im Preis enthalten aber nicht überzogen teuer. Man sollte sich gleich zu Beginn seine Getränkeblöcke kaufen und von dem Mengenrabatt profitieren, eine Woche ist lang und man wird die Mengen schon verzerren. Der Wein-Voucher war nicht in unserem Sinne, da er feste Weine vorgegeben hatte und wer weiß schon ob er so oft etwas essen wird, zu dem die angebotenen Weine auch passen.
Wenn man dann mal ohne Kids fährt, ergibt sich auch mal die Möglichkeit das Theater zu besuchen. Es gab ja eine begrenzte Anzahl an Tänzern, Sängern und Artisten, aber leider war es irgendwie doch oft eine Wiederholung der Vorabende. Es gab allerdings immer mindestens ein neues Highlight pro Abend. Was sehr langwierig und somit störend war, war das alles in mindestens fünf (5) Sprachen erklärt und erzählt wurde. Klar, jeder Gast sollte natürlich über alles informiert werden, nur wenn die Ansage des Abends schon 15 Minuten dauert, dann nervt es doch schon etwas. Die Animation am Pool ist dagegen meist einsprachig – italienisch – gewesen, dafür aber extrem laut. Der Partyraum auf Deck 6 wurde auch stark frequentiert und auch hier waren die Italiener mit 90% deutlich in der Überzahl und die Spiele und Gags liefen auch auf diese Klientel hinaus. Wir sind da dann lieber ins Casino gegangen, haben einen Cocktail getrunken und zugeschaut wie die anderen ihr Geld verspielt haben. Das war bei weitem interessanter als Bingo oder Ratespiele.
Wellness haben wir nicht gemacht, eine Sauna at Home und wenn man wollte auf den Landgängen, ist halt gratis. Der Fitness – Raum war gut sortiert aber zu den Fahrtzeiten sehr voll. Während der Liegezeiten war immer alles frei verfügbar, da ja alle an Land waren. So konnte man dann seiner Lust und Laune entsprechend, laufen, Fahrrad fahren oder andere Geräte nutzen. Alles war Tip Top in Ordnung. Poolbereich war ausreichend groß und das Wasser war erfrischend kühl. Es wurde scheinbar täglich gewechselt. Die externe Jogging-Strecke war eher schwierig zu meistern, zumindest wenn schon Leute auf den Liegen lagen. Aber wer wollte, der konnte ja auch den Weg zu seiner Kabine im Laufschritt machen. Die Flure auf solchen Schiffen sind extrem lang ;-).
Check-In/Out war super geplant und lies den Urlaub wirklich schon entspannt beginnen und auch leider enden. Der Service an Board war ok. Der Safe in der Kabine hatte eine defekte Tastatur und führte mehrmals zu einem Problem. Der gute Mann von der Technik kam jedoch recht flott und hat den Safe dann wieder geöffnet. Deutsch ist nicht wirklich die bevorzugte Sprache an Board, aber an der Rezeption hat man immer jemanden gefunden, der einen versteht und der auch Deutsch antworten konnte.
40
Casual
Loose & casual
good
siehe oben.